Hamburgs neue Ausstellung enthüllt die geheimnisvolle Macht der Katzen
Tom GießGöttin und Internet-Star - Warum faszinieren uns Katzen so? - Hamburgs neue Ausstellung enthüllt die geheimnisvolle Macht der Katzen
Eine neue Ausstellung in Hamburg erkundet die lange und vielschichtige Beziehung zwischen Menschen und Katzen. Unter dem Titel „Katzen!“ zeigt die Schau, wie diese Tiere über Jahrtausende hinweg in verschiedenen Kulturen verehrt, gefürchtet und geliebt wurden – von göttlichen Symbolen bis zu Internetstars. Die Ausstellung enthüllt, warum Katzen die Menschen weltweit weiterhin faszinieren.
Die Ausstellung „Katzen!“ im Museum am Rothenbaum (MARKK) vereint historische Artefakte und moderne Kunstwerke, um die tiefen kulturellen Verbindungen zwischen Katzen, Weiblichkeit und Macht zu untersuchen. Im alten Ägypten wurde die Göttin Bastet als Beschützerin der Mütter verehrt, oft in katzenartiger Gestalt dargestellt. Jahrhunderte später zeigt die hinduistische Fruchtbarkeitsgöttin Sashthi sich auf einem schwarzen Kater reitend – ein weiteres Zeichen für die heilige Bedeutung der Tiere.
Doch Katzen wurden auch verfolgt. Im frühneuzeitlichen Europa galten sie als Begleiterinnen von Hexen und wurden als böse Dämonen dämonisiert. Diese Ambivalenz – mal verehrt, mal verachtet – spiegelt wider, wie Katzen stets als Projektionsfläche für menschliche Hoffnungen und Ängste dienten. Heute ist ihr Einfluss unübersehbar: „Katzencontent“ dominiert die sozialen Medien, und ihre verspielten Auftritte prägen digitale Trends. Die Ausstellung zeigt, wie diese Tiere, einst mit Göttern und Dämonen verbunden, heute die moderne Medienkultur mitgestalten. „Katzen!“ ist noch bis zum 29. November 2026 zu sehen und lädt Besucher ein, die vielen Facetten eines der beständigsten Begleiter der Menschheit zu entdecken.
Die Schau präsentiert Katzen als Wesen voller Widersprüche – Symbole für Göttlichkeit und Gefahr, Macht und Verspieltheit zugleich. Indem sie ihre Rolle in Kunst, Religion und digitaler Kultur beleuchtet, offenbart „Katzen!“, wie diese Tiere seit Jahrtausenden im Mittelpunkt menschlicher Erzählungen stehen. Die Ausstellung läuft im MARKK bis Ende 2026.
