15 March 2026, 20:17

Große Demonstration in Düsseldorf fordert Prüfung rechtsextremer Parteien durch Verfassungsgericht

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift 'Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus' vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast im Hintergrund, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Große Demonstration in Düsseldorf fordert Prüfung rechtsextremer Parteien durch Verfassungsgericht

Demonstration in Düsseldorf fordert Überprüfung rechtsextremer Parteien

Am Samstag, den 14. März 2026, findet in Düsseldorf eine Kundgebung statt, die eine Überprüfung rechtsextremer Parteien durch das Bundesverfassungsgericht fordert. Die Veranstalter drängen darauf, alle Parteien zu prüfen, die als rechtsextrem eingestuft oder unter Extremismusverdacht stehen. Die Aktion wird von mehreren Bundesländern sowie lokalen Demokratieinitiativen unterstützt.

Die unter dem Motto "ÜBERPRÜFEN!" stehende Demonstration beginnt um 14:00 Uhr vor dem Landtag von Nordrhein-Westfalen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden aufgefordert, sich bereits um 12:33 Uhr am Bahnhof Bergisch Gladbach, Gleis 1, zu versammeln, um gemeinsam anzureisen.

Im Fokus der Proteste steht unter anderem die AfD, die vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) im Mai 2025 als "gesichert rechtsextrem" eingestuft worden war. Obwohl diese Einstufung Anfang 2026 gerichtlich ausgesetzt wurde, bleibt die Partei unter Beobachtung. Mehrere Landesverbände – darunter Thüringen, Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt – wurden ebenfalls als extremistisch eingestuft, teilweise bestätigten Gerichte diese Bewertung. Erst Mitte Februar 2026 kam der niedersächsische Landesverband hinzu. Zudem war die ehemalige Jugendorganisation der AfD, die Junge Alternative (JA), bereits vor ihrer Auflösung im März 2025 als extremistisch eingestuft worden.

Der Bundesrat könnte eine solche Überprüfung mit einer einfachen Mehrheit einleiten. Während mehrere Bundesländer die Initiative unterstützen, hat sich Nordrhein-Westfalen bisher noch nicht positioniert. Zu den lokalen Unterstützern zählt unter anderem der Bergisch Gladbacher Verein für Demokratie und Vielfalt (DeVi).

Weitere Informationen gibt es unter www.pruef-demos.de und www.gl-devi.de sowie in den sozialen Medien unter @gl.de.vi (Instagram, Facebook und TikTok).

Ziel der Demonstration ist es, eine rechtliche Prüfung von Parteien voranzutreiben, die mit rechtsextremen Bestrebungen in Verbindung gebracht werden. Mit der Unterstützung von Landes- und Kommunalorganisationen soll die Veranstaltung auf die anhaltenden Sorgen über politischen Extremismus in Deutschland aufmerksam machen. Die Organisatoren haben mehrere Plattformen eingerichtet, über die sich Interessierte informieren und an der Kundgebung teilnehmen können.

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