Göttingen will bis 2026 mit Gütesiegel unternehmensfreundlicher werden
Marlene SeifertGöttingen will bis 2026 mit Gütesiegel unternehmensfreundlicher werden
Göttingen will bis Ende 2026 unternehmensfreundlicher werden
Die Stadt Göttingen arbeitet daran, bis Ende 2026 zu einer noch unternehmensfreundlicheren Kommune zu werden. Die lokale Verwaltung strebt das RAL-Gütezeichen an – eine Zertifizierung, die klare und verlässliche Dienstleistungen für Unternehmen garantiert. Damit folgt Göttingen dem Vorbild Hamburgs, das Ende 2025 als eine der ersten Städte diese Auszeichnung erhielt, um seine eigenen Verwaltungsabläufe zu optimieren.
Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses führt die Stadt verbindliche Servicegarantien für Unternehmen ein: Rechnungen von kleinen und mittleren Betrieben werden künftig innerhalb von 15 Tagen beglichen, Baugenehmigungen in maximal 40 Tagen erteilt. Auch für Telefonate, E-Mails sowie Genehmigungen für Baumaßnahmen oder Schwertransporte gelten dann feste Bearbeitungsfristen.
Begleitet wird der Prozess von Alana Voigt, Geschäftsführerin des Qualitätsverbands für mittelstandsfreundliche Kommunen, die Göttingen auf dem Weg zur Zertifizierung berät. Das Gütezeichen soll bestehende Standards formalisieren und regelmäßige Überprüfungen der Verwaltungsleistung vorschreiben. Ziel der Initiative ist es, die Stadt für Investoren attraktiver zu machen. Durch vorhersehbare und effiziente Abläufe will Göttingen Vertrauen schaffen und mehr Unternehmen dazu bewegen, sich dort anzusiedeln.
Bei Erfolg würde Göttingen neben Hamburg zu den wenigen Städten mit dem RAL-Gütezeichen gehören. Die Zertifizierung sichert Unternehmen kürzere Zahlungsfristen, schnellere Genehmigungsverfahren und garantierte Reaktionszeiten zu. Die Änderungen sollen bis Ende 2026 vollständig umgesetzt sein.
