Gorki-Theater feiert Abschied von Shermin Langhoff und eine postmigrantische Ära
Patrik WesackGorki-Theater feiert Abschied von Shermin Langhoff und eine postmigrantische Ära
Ein Abschiedsabend am Maxim-Gorki-Theater markierte den Wandel seiner künstlerischen Ausrichtung. Mit Reden, Musik und Feierlichkeiten wurde Shermin Langhoff, die scheidende Intendantin, geehrt. Unter einem grau-blauen Abendhimmel versammelten sich die Gäste vor den historischen Gebäuden des Theaters.
Den Auftakt bildete Via Jikeli mit Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen aus Christian Weises Der Untertan. Später sang Jonas Dassler das Fledermaus-Aussterbelied im Rahmen eines Konzerts mit Stücken aus jüngsten Produktionen.
Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hielt eine Rede zu Langhoffs Ehren. Sie bedankte sich mit kurzen Worten und verzichtete auf eine lange Ansprache. Im Anschluss feierten die Anwesenden ihren Einsatz bei einem Fest.
Die Veranstalter betonten, dass das postmigrantische Theater nun fest im kulturellen Kanon verankert sei. Trotz des symbolischen Endes der aktuellen Ära des Gorki herrschte eine kämpferische Stimmung: Das Theater mag für tot erklärt werden, doch der Geist lebt weiter.
Der Abschiedsabend würdigte nicht nur Shermin Langhoffs Vermächtnis und den Einfluss des Gorki-Theaters, sondern läutete auch ein neues Kapitel ein. Die Feier unterstrich die nachhaltige Prägung, die das postmigrantische Theater in der Kulturlandschaft hinterlassen hat.






