06 February 2026, 22:31

Gil Ofarim bricht sein Schweigen: Neue Details zum Davidstern-Skandal

Eine Gruppe von Menschen steht vor Reportern mit Mikrofonen, Handys und Papieren und ist in einer öffentlichen Diskussion mit einer Glaswand im Hintergrund.

Gil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim bricht sein Schweigen: Neue Details zum Davidstern-Skandal

Gil Ofarim hat sich in einem Lagerfeuer-Gespräch bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! erstmals offen zum Davidstern-Skandal geäußert. Der Sänger brach damit sein Schweigen über den Vorfall von 2021, der zunächst für öffentliche Empörung sorgte, bevor er später einräumte, dass die Vorwürfe erfunden waren. Seine Äußerungen kommen Jahre nach dem Streit, der zu juristischen Auseinandersetzungen, finanziellen Verglichen und anhaltender Kritik führte.

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Der Skandal begann im Oktober 2021, als Ofarim einen Mitarbeiter des Westin Hotels in Leipzig des Antisemitismus beschuldigte. Er behauptete, der Angestellte habe ihn aufgefordert, seine Davidstern-Halskette zu verstecken. Dies löste Proteste und Todesdrohungen gegen den Mitarbeiter aus. Das Hotel setzte den Mitarbeiter vorläufig von der Arbeit frei, leitete jedoch keine disziplinarischen Maßnahmen ein.

Die öffentliche Unterstützung für Ofarim schlug im November 2023 in Wut um, nachdem er vor Gericht eingestand, die Geschichte erfunden zu haben. Er zahlte 10.000 Euro an jüdische Organisationen und 40.000 Euro an den Mitarbeiter im Rahmen einer Unterlassungserklärung. Die Überwachungsaufnahmen des Hotels zeigten keine Spur der Halskette – ein Widerspruch zu Ofarims Behauptungen, das Video sei manipuliert und es fehlten Sekunden in der Aufnahme.

Während seines jüngsten Auftritts im Dschungelcamp beharrte Ofarim darauf, dass das verbreitete Video nicht das Original sei. Zudem erwähnte er einen Zeugen, der die Halskette angeblich gesehen haben soll, doch Beweise dafür blieben aus. Zwar entschuldigte er sich bei den Leipzigern, eine direkte Entschuldigung an den Mitarbeiter blieb jedoch aus. Sein Anwalt hatte zuvor erklärt, es gebe keine Vertraulichkeitsvereinbarung – lediglich eine gerichtliche Anordnung, den Fall nicht weiter zu thematisieren.

Der Fall gilt nach Ofarims Zahlungen und Entschuldigung offiziell als abgeschlossen, doch die Folgen wirken nach. Seine jüngsten Aussagen werfen erneut Fragen zu den Details des Vorfalls auf, etwa zu seinen Behauptungen über manipuliertes Filmmaterial und fehlende Beweise. Der Mitarbeiter, der von jedem Fehlverhalten freigesprochen wurde, hat bis heute keine persönliche Entschuldigung von Ofarim erhalten.