Gewaltsame Ausschreitungen am Jahnplatz: Polizei ermittelt gegen 70 Randalierer
Marlene SeifertGewaltsame Ausschreitungen am Jahnplatz: Polizei ermittelt gegen 70 Randalierer
Behörden in Nordrhein-Westfalen ermitteln nach gewalttätigen Ausschreitungen am Jahnplatz
Eine Gruppe von etwa 70 Personen geriet in eine gewaltsame Konfrontation mit der Polizei, warf Gegenstände und leistete Widerstand gegen Beamte. Der Vorfall führte zu Strafanzeigen und einer umfassenderen Untersuchung der Unruhen.
Die Auseinandersetzung begann, als die aggressive Menge Glasflaschen und ein Fahrrad auf die Polizisten schleuderte. Die Beamten setzten Pfefferspray ein, um die Gruppe zurückzudrängen. Die Gewalt weitete sich anschließend auf benachbarte Seitenstraßen aus, wo Feuerwerkskörper gezündet und weitere Flaschen geworfen wurden.
Ein 26-jähriger türkischer Staatsbürger aus Steinhagen wurde wegen Verstößen gegen die öffentliche Ordnung angeklagt. Er hatte einen Polizeihund provoziert und wurde gebissen, erlitt dabei jedoch nur leichte Verletzungen. Die Ermittler werten nun Handyvideos aus, um Tatverdächtige zu identifizieren und ihnen konkrete Straftaten zuzuordnen.
Eine Sonderkommission arbeitet daran, alle begangenen Straftaten aufzuklären und die Beteiligten zu ermitteln. Die Polizei rief Zeugen auf, Hinweise, Fotos oder Videos über das Online-Hinweisportal einzureichen.
Die Behörden warnten, dass Bedrohungen der öffentlichen Sicherheit, schwere Verkehrsverstöße oder kriminelle Handlungen konsequent verfolgt werden. Sie betonten, dass während der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 keine Ausnahmen von geltenden Gesetzen gemacht werden. Die Ermittlungen dauern an.
