Geheimnis um Schabowskis Zettel: Wer verkaufte das DDR-Dokument für 25.000 Euro?
Nelly Girschner"Sofort, ohne Verzögerung": Streit um Schabowski-Vermerk vor OVG - Geheimnis um Schabowskis Zettel: Wer verkaufte das DDR-Dokument für 25.000 Euro?
Sofort, unverzögert: Streit um Schabowski-Zettel vor dem OVG
Sofort, unverzögert: Streit um Schabowski-Zettel vor dem OVG
Sofort, unverzögert: Streit um Schabowski-Zettel vor dem OVG
Ein Rechtsstreit um den Verkauf eines historischen DDR-Dokuments landet vor dem Oberverwaltungsgericht. Im Mittelpunkt steht Günter Schabowskis berühmter Zettel, der für 25.000 Euro an das Haus der Geschichte in Bonn verkauft wurde. Kern des Konflikts ist die Forderung eines Journalisten, die Namen der Verkäufer offenzulegen – was das Museum unter Verweis auf vertraglich zugesicherte Vertraulichkeit ablehnt.
Auf dem umstrittenen Zettel steht handschriftlich der Satz sofort, unverzögert – jene Formulierung, die 1989 den Mauerfall auslöste. Das Haus der Geschichte hatte das Dokument von einem unbekannten Verkäufer erworben, wobei die Anonymität während der Verhandlungen garantiert wurde. Das Museum argumentiert, ohne diese Zusicherung könne es künftig schwieriger werden, sensible historische Objekte zu erwerben.
Nun muss das Oberverwaltungsgericht entscheiden, ob die Namen der Verkäufer preisgegeben werden müssen. Das Urteil könnte weitreichende Folgen dafür haben, wie Institutionen künftig mit Vertraulichkeitsvereinbarungen beim Ankauf historischer Artefakte umgehen. Bis dahin bleiben Herkunft des Zettels und die Identität der Verkäufer im Dunkeln.
