08 February 2026, 04:20

Gedenkmarsch in Lünen erinnert an NS-Opfer mit Stolpersteinen und Musik

Ein Denkmal mit Blumenstr"{a}uen, Kerzen und anderen Gegenst"{a}nden vor einer steinernen Wand mit Text und Graffiti, wahrscheinlich im Gedenken an Holocaust-Opfer.

Gedenkmarsch in Lünen erinnert an NS-Opfer mit Stolpersteinen und Musik

Rund 100 Menschen versammelten sich am 27. Januar in Lünen zu einem Gedenkmarsch für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Veranstaltung stand im Zeichen des bundesweiten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und führte zu historischen Orten in der Stadt. Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg eröffnete den Marsch mit einer Rede auf dem Evangelischen Friedhof an der Kirchhofstraße.

Der Gedenkmarsch begann mit einer Ansprache der Bürgermeisterin, die an die Befreiung Auschwitz' im Jahr 1945 erinnerte und die Bedeutung lokaler Erinnerungskultur betonte. Gleichzeitig warnte sie vor wachsendem Antisemitismus und Rassismus und rief zu anhaltender Wachsamkeit auf.

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Die Route führte die Teilnehmenden zur Viktoriaschule, zum Hauptbahnhof sowie zu mehreren Standorten der Stolpersteine, darunter die Borker Straße 5, wo sechs Steine an die jüdische Familie Rosenbaum erinnern. An jedem Halt informierten Vertreter der Initiative Stolpersteine Lünen, des Stadtmuseums und lokale Guides über historische Hintergründe und persönliche Schicksale.

Musikalisch begleitet wurde der Marsch vom Lünen-Süd-Blasorchester. Der Abschluss fand im Gemeinschaftszentrum St. Georg statt, wo sich die Teilnehmenden zu einem gemeinsamen Austausch trafen. Die Organisatoren zeigten sich erfreut über die große Resonanz und kündigten an, die Veranstaltung künftig jährlich im Rahmen der Lünener Erinnerungskultur zu etablieren.

Der Gedenkmarsch vereinte Anwohner:innen, Historiker:innen und Musiker:innen, um der unter dem Nationalsozialismus Verfolgten zu gedenken. Mit mindestens sechs bereits verlegten Stolpersteinen und weiteren geplanten Gedenkprojekten setzt die Stadt ihre Bemühungen fort, das historische Gedächtnis lebendig zu halten.