Fortuna Düsseldorf trennt sich vorzeitig von Sportdirektor Klaus Allofs
Patrik WesackFortuna Düsseldorf und Allofs trennen sich im Sommer - Fortuna Düsseldorf trennt sich vorzeitig von Sportdirektor Klaus Allofs
Fortuna Düsseldorf hat den Abschied von Sportdirektor Klaus Allofs zum Saisonende bekannt gegeben. Der Verein bestätigte die Entscheidung nach einem jüngsten Treffen mit dem Aufsichtsrat. Allofs, der seit 2020 Schlüsselpositionen innehatte, verlässt den Klub trotz eines bis Juni 2026 laufenden Vertrages.
Sein Rücktritt erfolgt zu einer Zeit, in der die Mannschaft in der 2. Bundesliga kämpft: Nach 14 Spielen liegt das Team nur einen Punkt über dem Relegationsplatz. Als Nachfolger wurde bereits Sven Mislintat benannt, der sein Amt ab dem 15. Dezember 2025 antreten wird.
Klaus Allofs stieß 2020 als Vorstandsmitglied für Sport und Kommunikation zu Fortuna Düsseldorf und übernahm 2022 die Position des Sportdirektors. Unter seiner Führung verpasste der Verein in der Saison 2023/24 nur knapp den Aufstieg in die Bundesliga.
In diesem Sommer verpflichteten Allofs und Technischer Direktor Christian Weber 13 neue Spieler – doch keiner von ihnen konnte bisher entscheidend auf dem Platz überzeugen. Die schwache Form der Mannschaft setzte sich auch unter Trainer Markus Anfang fort, der auf Allofs’ Initiative hin Daniel Thioune während der Saison ablöste. Anfang holte in sechs Spielen bisher nur einen Sieg und ein Unentschieden.
Allofs teilte dem Aufsichtsrat in einer jüngsten Sitzung seinen Rücktritt mit. Der Verein reagierte umgehend und verpflichtete Sven Mislintat als seinen Nachfolger, der ab dem 15. Dezember 2025 die Geschäfte übernehmen wird. Der 53-Jährige erhält einen Dreijahresvertrag und tritt sein Amt an, sobald Allofs offiziell ausscheidet.
Aktuell steht Fortuna Düsseldorf mit 14 Punkten knapp über dem Relegationsplatz. Zu den Gründen für die vorzeitige Vertragsauflösung – ursprünglich bis Mitte 2026 datiert – äußerte sich der Verein bisher nicht.
Sven Mislintat wird ab Dezember 2025 die sportliche Leitung bei Fortuna Düsseldorf übernehmen. Die Aufgabe ist herausfordernd: Mit nur 14 Punkten aus 14 Spielen und einer Mannschaft, die sich noch an die vielen Neuzugänge gewöhnen muss, steht der Klub unter Druck. Allofs’ Abschied markiert das Ende einer Ära, die sowohl fast den Aufstieg als auch aktuelle sportliche Schwierigkeiten umfasste.
