27 June 2026, 22:06

Forscher analysieren, wie lokale Dienstleistungen den Stadtverkehr revolutionieren könnten

Klimaschutz: Kann das Konzept der 15-Minuten-Stadt umgesetzt werden?

Forscher analysieren, wie lokale Dienstleistungen den Stadtverkehr revolutionieren könnten

Neues Forschungsprojekt untersucht, wie lokale Dienstleistungen und kurze Lieferketten den Stadtverkehr beeinflussen

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Ein neues Forschungsvorhaben erforscht, wie lokale Angebote und kurze Versorgungswege den Güterverkehr in Städten prägen. Die von der Bergischen Universität Wuppertal geleitete Studie analysiert, wie sich die Nachfrage nach Lieferungen in Gebieten mit besserem Zugang zu Alltagsgütern entwickelt. Sie ist Teil einer größeren Initiative für nachhaltigere Städte.

Im Rahmen des POTUS-Projekts wird der Zusammenhang zwischen verbesserten lokalen Dienstleistungen und steigendem Lieferverkehr untersucht. Die Forscher:innen wollen herausfinden, in welchen Stadtteilen die Lieferungen besonders stark zunehmen – und welche Gründe dahinterstecken. Zudem analysieren sie, wie Merkmale wie ein hoher Anteil junger Bewohner:innen die Nachfrage beeinflussen.

Koordiniert wird das Projekt vom Lehrstuhl für Güterverkehrsplanung und Transportlogistik der Universität Wuppertal. Beteiligt sind Partner aus Österreich, Schweden, Frankreich, Italien, Düsseldorf und Wiesbaden. Das Team entwickelt zudem Methoden, um Daten aus verschiedenen europäischen Ländern vergleichbar zu machen und für eine bessere Steuerung des Stadtgüterverkehrs zu nutzen.

Eine zentrale Herausforderung ist das Fehlen zuverlässiger Daten zum urbanen Lieferverkehr. Ohne regelmäßige Erhebungen gestaltet sich eine zielgenaue Verkehrsplanung schwierig. Das Projekt wird mit rund 1,4 Millionen Euro aus dem EU-Programm „Driving Urban Transitions“ sowie nationalen Mitteln gefördert.

Die Ergebnisse sollen Strategien für einen nachhaltigen Gütertransport in Städten voranbringen. Die Forschung unterstützt das Konzept der „15-Minuten-Stadt“, in der wichtige Einrichtungen innerhalb von 15 Minuten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sind. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Abhängigkeit von Langstreckenlieferungen zu verringern und klimafreundliches Stadtleben zu fördern.

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