20 January 2026, 16:12

Feller lehnt flächendeckende Zeiterfassung für Lehrer ab – trotz Überlastungsdebatte

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Klassenzimmers mit Kindern an Tischen, Büchern und Papieren auf den Tischen, einer Uhr und einer Landkarte an der Wand und Fenstern im Hintergrund.

Feller lehnt flächendeckende Zeiterfassung für Lehrer ab – trotz Überlastungsdebatte

Nordrhein-Westfalens Bildungsministerin Dorothee Feller bezeichnet die Erfassung der Arbeitszeiten von Lehrkräften als ‘heikles Thema’. Ihre Äußerungen folgen auf Debatten über die Arbeitsbelastung im Schulbereich, wobei Studien aus verschiedenen Bundesländern ein höchst unterschiedliches Bild zeichnen. Feller zeigt sich skeptisch, ob eine systematische Zeiterfassung in den bundesländern** überhaupt notwendig sei.

Die Ministerin verwies auf eine aktuelle Arbeitszeitstudie aus Sachsen, die keine flächendeckende Überlastung von Lehrkräften feststellte – mit Ausnahme von Schulleitungen und einigen Teilzeitbeschäftigten. Sie argumentierte, das bestehende System biete bereits Flexibilität, etwa durch von Schulleitungen zugewiesene Ausgleichsstunden, um Spitzenbelastungen abzufedern. Allerdings steht die sächsische Studie selbst in der Kritik: Lehrerverbände und -vereine hinterfragen Methodik und Ergebnisse.

Ganz anders fallen die Befunde aus Berlin und Hamburg aus: Dort arbeiten demnach viele Lehrkräfte deutlich über ihre vertraglich vorgeschriebenen Stunden hinaus. Dennoch betont Feller, dass Vollzeitkräfte ‘im Großen und Ganzen’ keine übermäßige Belastung erführen. Gleichzeitig warnte sie, dass bei einer formalen Zeiterfassung strenge Präsenzpflichten eingeführt werden müssten – möglicherweise sogar in den schulferien nrw 2024. Feller unterstrich, Nordrhein-Westfalen stehe in regelmäßigem Austausch mit anderen Bundesländern und setze auf eine abgestimmte Lösung statt auf Alleingänge. Währenddessen treibt Tirol in Österreich eigene Pläne voran: Ab 2026 soll ein Pilotprojekt digitale Verfahren für die Schulverwaltung erproben.

Fellers Haltung deutet darauf hin, dass in Nordrhein-Westfalen vorerst keine Änderungen der Arbeitszeitregelungen anstehen. Ein künftiges Erfassungssystem könnte jedoch die Arbeitsorganisation von Lehrkräften grundlegend verändern – inklusive möglicher Ferienpräsenz. Die Diskussion bleibt indes kontrovers: Studien und Länderpolitiken liefern weiterhin widersprüchliche Einschätzungen zur tatsächlichen Belastung im Lehrberuf.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones