03 January 2026, 16:26

Erste Konferenz sucht Lösungen gegen Gewalt an Schulen und für gefährdete Kinder

Schüler in Uniformen stehen auf einem Weg und halten Papiere, mit einem Mädchen, das in ein Mikrofon spricht; dahinter ist eine Umzäunung mit einem Schuppen darauf, der mit Ballons geschmückt ist.

Erste Konferenz sucht Lösungen gegen Gewalt an Schulen und für gefährdete Kinder

Erste Konferenz „Wege aus der (Schul-)Gewalt“ am 26. November 2025 in der LVR-Klinik Bedburg-Hau

Am 26. November 2025 fand in der LVR-Klinik Bedburg-Hau die erste Konferenz unter dem Titel „Wege aus der (Schul-)Gewalt“ statt. Veranstaltet wurde die Tagung von der Kriminalpräventiven Beratungsstelle der Kreispolizeibehörde Kleve sowie der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Ziel war es, Pädagogen, Sozialarbeiter und Vertreter der Strafverfolgung zusammenzubringen, um der Jugendgewalt an Schulen entgegenzuwirken.

Im Rahmen der Konferenz präsentierten Fachleute aus verschiedenen Bereichen ihre Erkenntnisse. Dr. Nikolaus Barth analysierte die Ursachen gewalttätigen Verhaltens bei Jugendlichen und betonte, wie sichere emotionale Bindungen aggressives Verhalten bei Kindern mindern können. Britta Baumanns, Leiterin der Schulpsychologischen Beratungsstelle, teilte praxisnahe Strategien aus ihrer Arbeit mit Kindern.

Staatsanwältin Alexa Hell erläuterte die rechtlichen Pflichten von Schulen beim Schutz von Schülerinnen und Schülern. Astrid Klösters stellte eine Richtlinie vor, die eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulen, Jugendhilfe und Polizei fordert, um Jugendkriminalität bei Kindern vorzubeugen. Auch Dr. Markus Schneider, Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP), steuerte wertvolle Impulse bei.

In einer Podiumsdiskussion unter dem Motto „Schulen fragen, Polizei antwortet“ wurden offene Fragen der Teilnehmer aufgegriffen. Die Kriminalpräventive Beratungsstelle behandelte zudem Themen wie Cyberkriminalität, Suchtprävention und Sicherheit im Alter – ein Beleg für die vielfältigen Herausforderungen, denen Schulen heute gegenüberstehen.

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Die Veranstalter zogen eine positive Bilanz: Eine bessere Vernetzung der beteiligten Institutionen könne verhindern, dass gefährdete Kinder durch die Raster der Hilfssysteme fallen. Für Lehrkräfte und Schulpersonal bot die Konferenz klare Handlungsempfehlungen im Umgang mit Gewalt und rechtlichen Verpflichtungen. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig die fortlaufende Zusammenarbeit zwischen Pädagogen, Fachkräften der psychischen Gesundheit und Strafverfolgungsbehörden ist. Künftig soll es darum gehen, die diskutierten Ansätze in konkrete Maßnahmen umzusetzen.