E-World 2024: Rekordbeteiligung trotz politischer Bremsklötze für die Energiewende
Patrik WesackE-World 2024: Rekordbeteiligung trotz politischer Bremsklötze für die Energiewende
E-World-Messe endet mit Rekordbeteiligung und starkem Ausstellerzuwachs
Die E-World energy & water in Essen ging mit einer Rekordzahl an Besuchern und einem deutlichen Anstieg der Aussteller zu Ende. Rund 47.000 Fachleute aus 126 Ländern besuchten die Veranstaltung – ein Plus von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig mehren sich jedoch die Bedenken gegenüber neuen politischen Vorgaben, die den Ausbau der erneuerbaren Energien bremsen könnten.
In diesem Jahr präsentierten sich 1.136 Aussteller auf der E-World, 16 Prozent mehr als bei der letzten Auflage. Die Veranstalter planen eine weitere Expansion und wollen im kommenden Jahr auch die beiden noch freien Hallen belegen. Zudem weitete die Messe ihr Themenspektrum aus und legte einen stärkeren Fokus auf die Energiewende, Batteriespeicher und künstliche Intelligenz.
Der Bereich für Innovation und Start-ups wuchs um 40 Prozent – ein Zeichen für den verstärkten Einsatz neuer Technologien. Gezeigt wurden unter anderem Lösungen wie KI für den Strommarkt, intelligente Messsysteme und Flexibilitätsvermarktung. Mindestens sechs Unternehmen sind mittlerweile im Markt für Batteriespeicher hinter dem Zähler aktiv.
Doch die Branche steht weiterhin vor Herausforderungen. Ein durchgesickertes Entwurfspapier zum Netzentwicklungsplan löst Sorgen aus, dass der Ausbau von Photovoltaik und Windkraft ausgebremst werden könnte. Vertreter der Industrie warnen, dass die geplanten Maßnahmen das Wachstum hemmen könnten. Gleichzeitig haben die gesunkenen Preise auf dem Photovoltaikmarkt den Markt für Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPA) geschwächt. Das Unternehmen Node Energy hat sein PPA-as-a-Service-Angebot kürzlich eingestellt, und neue Vertragsabschlüsse bleiben schwierig.
Das Wachstum der Messe unterstreicht das große Interesse der Branche an energetischen Innovationen. Dennoch bestehen weiterhin politische Bedenken und Marktprobleme im Bereich der erneuerbaren Energien. Die nächste E-World wird voraussichtlich noch mehr Aussteller versammeln und den Fokus auf aufstrebende Technologien weiter verstärken.
