Durchbruch im NRW-Schlosserhandwerk: 4,1 Prozent mehr Lohn nach harten Tarifverhandlungen
Nelly GirschnerLohnabschluss im westfälischen Schlosserei-Handwerk - 4,1 Prozent mehr - Durchbruch im NRW-Schlosserhandwerk: 4,1 Prozent mehr Lohn nach harten Tarifverhandlungen
Beschäftigte im nordrhein-westfälischen Schlosserhandwerk sichern neuen Tarifvertrag nach wochenlangen Verhandlungen
Nach wochenlangen Verhandlungen haben die Beschäftigten im Schlosser- und Metallbaugewerbe in Nordrhein-Westfalen einen neuen Tarifvertrag durchgesetzt. Die Einigung betrifft rund 58.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und sieht eine zweistufige Lohnerhöhung von insgesamt 4,1 Prozent vor. Dem Abschluss waren Warnstreiks mit über 2.000 Beschäftigten aus 30 Betrieben vorausgegangen.
Die erste Lohnerhöhung um 2,85 Prozent tritt im Januar 2026 in Kraft. Eine weitere Anpassung um 1,25 Prozent folgt am 1. Dezember 2026. Zudem wird die Ausbildungsvergütung für Azubis angehoben.
Die Verhandlungen endeten mit einer von beiden Seiten als ausgewogen bezeichneten Lösung. Patrick Loos, Verhandlungsführer der IG Metall NRW, nannte das Ergebnis einen „fairen Kompromiss“. Der Tarifvertrag gilt bis Ende März 2027 und schafft damit Planungssicherheit für Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen.
Ziel der Einigung ist es, die Kaufkraft der Arbeitnehmer zu schützen, ohne die Betriebe übermäßig zu belasten. Dies erfolgt vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Herausforderungen, die die Branche in der Region aktuell prägen.
Die neuen Regelungen gelten für alle 58.000 Beschäftigten des Sektors in NRW. Neben den Löhnen steigt auch die Ausbildungsvergütung, wovon die Auszubildenden profitieren. Der Tarifvertrag sorgt für kalkulierbare Kosten bei den Unternehmen und berücksichtigt gleichzeitig die finanziellen Sorgen der Belegschaft.






