DRK warnt: Deutschland ist auf Katastrophenfälle unzureichend vorbereitet
Marlene SeifertDRK warnt: Deutschland ist auf Katastrophenfälle unzureichend vorbereitet
Deutschland schlecht auf Großschadenslagen vorbereitet – Rotes Kreuz warnt vor Defiziten
Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist deutschland nur unzureichend auf schwere Notfälle vorbereitet. DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt mahnt, es fehle an ausreichenden Vorsorgemaßnahmen für den Ernstfall. Sie fordert nun bessere Schulungen und Ausrüstung, um die Krisenbereitschaft der Bevölkerung zu stärken.
Hasselfeldt betonte, dass Haushalte mindestens für drei Tage – besser noch für zwei Wochen – einen Notvorrat anlegen sollten. Dazu gehörten Trinkwasser, lang haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel und wichtige Medikamente. Zudem empfahl sie eine Kurbeltaschenlampe und ein Kurbelradio, um auch bei Stromausfällen an Informationen zu gelangen.
Die DRK-Präsidentin sprach sich zudem für eine breitere Erste-Hilfe-Ausbildung aus, einschließlich Techniken zum Selbstschutz. Zu ihren Vorschlägen gehört ein verpflichtender, jährlicher Wiederbelebungskurs in Schulen ab der 7. Klasse. Die zweistündigen Einheiten sollen Schülerinnen und Schüler in grundlegenden lebensrettenden Maßnahmen schulen. Der Deutsche Lehrerverband lehnte hingegen zivile Schutzübungen an Schulen ab. Zwar befürworte man Aufklärung über Bedrohungsszenarien und Schutzstrukturen, doch bereits jetzt gebe es Brandschutzübungen und Erste-Hilfe-Kurse, argumentierte der Verband. Umfassende Zivilschutzübungen gehörten nicht in den Schulalltag, sondern sollten sich an die gesamte Bevölkerung richten.
Die Warnungen des DRK offenbaren Lücken in der deutschen Katastrophenvorsorge. Hasselfeldts Forderungen umfassen Notvorräte, Erste-Hilfe-Trainings und schulische Wiederbelebungskurse. Die Diskussion dreht sich nun darum, wie sich diese Maßnahmen umsetzen lassen, ohne die Bildungseinrichtungen zu überlasten.
