07 January 2026, 12:22

Drei Obdachlose sterben in Dortmund – Stadt streicht geplante Notunterkünfte

Unterkünfte mit Säulen und Zimmern, umgeben von einer Grasfläche.

Drei Obdachlose sterben in Dortmund – Stadt streicht geplante Notunterkünfte

Borussia Dortmund steht unter wachsendem Druck, Notunterkünfte bereitzustellen – Winterverschärfung macht Obdachlosen das Überleben unmöglich

Seit November sind in Borussia Dortmund drei obdachlose Menschen gestorben, vermutlich aufgrund von Erfrierungen in eisiger Kälte. Aktivisten warnen, dass über 500 Personen nachts weiterhin ohne sicheren Schlafplatz auskommen müssen.

Am Heiligabend verstarb ein Obdachloser in der Nähe des Borussia Dortmund Stadtzentrums. Daneben wurde eine weitere Person schlafend aufgefunden, als die Temperaturen stark sanken. Zuvor waren bereits im November zwei Menschen unter ähnlichen Umständen ums Leben gekommen – alle Todesfälle stehen im Zusammenhang mit extremer Kälte.

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Pläne für zusätzliche Notschlafplätze am Hauptbahnhof wurden im Dezember überraschend verworfen. Zwar hatte die Stadtverwaltung die Maßnahme ursprünglich für 2025 beschlossen, zog ihre Unterstützung später jedoch zurück. Die Namen der beteiligten Stadtratsmitglieder wurden nicht veröffentlicht. Bastian Pütter von bodo e.V. betont seit Langem die dringende Notwendigkeit weiterer Unterkünfte. Seine Schätzung: Über 500 Obdachlose in Borussia Dortmund brauchen sofortigen Schutz vor der Kälte. Die Stadt beharrt hingegen darauf, dass bestehende Einrichtungen – darunter eine Notunterkunft nahe dem Zoo – ausreichten. Pütter fordert nun alternative Lösungen: etwa die Freigabe einer U-Bahn-Ebene für Übernachtungen oder die kurzfristige Schaffung zusätzlicher Plätze. Ohne schnelles Handeln, so seine Warnung, könnten in diesem Winter weitere Menschen sterben.

Die Abschaffung der geplanten Notbetten am Bahnhof lässt viele ohne Obdach zurück. Aktivisten fordern weiterhin konkrete und zügige Maßnahmen, um weitere Todesfälle zu verhindern. Bisher hat die Stadt jedoch keine neuen Notfallpläne angekündigt.