02 January 2026, 04:18

Dormagen leuchtet lila gegen die Todesstrafe im November

Eine Gruppe von Menschen und Soldaten steht in einem Raum mit einer Flagge an der rechten Wand und Lampen an der Decke.

Dormagen leuchtet lila gegen die Todesstrafe im November

Dormagen beteiligt sich in diesem Jahr an der Kampagne Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe. Vom 28. bis 30. November wird das Neue Rathaus in Lila erstrahlen, der offiziellen Farbe der Bewegung. Die Initiative lenkt die Aufmerksamkeit auf den anhaltenden weltweiten Widerstand gegen die Todesstrafe, die trotz wachsender Forderungen nach ihrer Abschaffung in vielen Ländern noch immer legal ist.

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Die Kampagne wird von der katholischen Laiengemeinschaft Sant'Egidio gemeinsam mit Partnerorganisationen getragen. Seit 2002 vereint sie Städte weltweit in einem symbolischen Protest gegen Hinrichtungen. Fast 300 deutsche Kommunen gehören mittlerweile zum Netzwerk, wobei die genauen Teilnehmer jenseits von Dormagen in öffentlichen Unterlagen nicht namentlich genannt werden.

Bürgermeister Erik Lierenfeld betonte, dass die Todesstrafe grundlegenden menschlichen Werten widerspreche. Seine Aussage steht im Einklang mit einer UN-Resolution von 2024, in der sich 130 Länder für die Abschaffung aussprachen. Gleichzeitig diskutieren oder praktizieren Staaten wie Pakistan, Vietnam und Japan kürzlich Reformen oder die Wiederaufnahme von Hinrichtungen. Am 30. November wird die Dormagener Verwaltung ihre Teilnahme offiziell würdigen. Die lila Beleuchtung dient als sichtbares Zeichen für das Engagement der Stadt in dieser Sache.

Die Aktion fällt zusammen mit weiteren internationalen Bemühungen zur Abschaffung der Todesstrafe. Obwohl die UN-Resolution eine starke Unterstützung signalisiert, werden in einigen Regionen weiterhin legal Hinrichtungen vollstreckt. Dormagens Mitwirkung reiht sich ein in die wachsende Liste von Städten, die sich für einen Wandel einsetzen.