Dokumentarfilm über Robert Habeck löst Debatte um Steuergelder und politische Einflussnahme aus
Patrik WesackDokumentarfilm über Robert Habeck löst Debatte um Steuergelder und politische Einflussnahme aus
Ein neuer Dokumentarfilm über den ehemaligen Vizekanzler Robert Habeck sorgt in Deutschland für Kontroversen. Unter dem Titel „Jetzt. Wohin.“ begleitet der Film Habecks Wahlkampf im Vorfeld der Bundestagswahl 2025. Kritiker werfen die Frage auf, ob die öffentliche Förderung des Projekts fair ist und ob hier politische Einflussnahme im Spiel sein könnte.
Regie führte Lars Jessen, der sich offen zu Habeck und den Grünen bekennt. Obwohl Habeck für seine Mitwirkung kein Honorar erhielt, flossen 270.793,95 Euro Steuergelder in die Produktion. Die Mittel stammen vom Deutschen Filmförderfonds, der Filmförderungsanstalt sowie der Film- und Medienstiftung NRW, die das Projekt seit 2011 über ihre Förderprogramme unterstützt.
Der Trailer des Films hat bereits Aufmerksamkeit erregt und auf YouTube über 20.000 Aufrufe verzeichnet. Die Premiere ist für den 7. Dezember angesetzt. Doch die Verwendung öffentlicher Gelder hat Vorwürfe der Vetternwirtschaft im deutschen Filmfördersystem laut werden lassen. Besonders rechtseingestellte Kritiker zeigen sich empört und bezeichnen den Film als „reinen Personenkult“. Der Unternehmer Rainer Zitelmann ging noch weiter und forderte angesichts der Enthüllungen die vollständige Abschaffung von Filmsubventionen.
Die Debatte wirft grundsätzliche Fragen auf, wie Steuergelder für kulturelle Projekte verteilt werden. Da der Film nächsten Monat in die Kinos kommt, dürften die Diskussionen über Transparenz bei Förderentscheidungen anhalten. Der Fall hat zudem die allgemeine Diskussion über politische Voreingenommenheit in staatlich geförderten Medien neu entfacht.
