20 December 2025, 08:49

Deutschland: Besorgniserregende Aufnahmen aus dem Wuppertaler Zoo

Ein Elefant in einer natürlichen Umgebung.

Deutschland: Besorgniserregende Aufnahmen aus dem Wuppertaler Zoo

Wuppertal: Beunruhigende Aufnahmen aus dem Zoo

Elefanten für kommerzielle Zwecke ausgebeutet: Videoaufnahmen, die zwischen Mai und Juli 2018 entstanden und von PETA veröffentlicht wurden, zeigen, wie die Tiere im Wuppertaler Zoo von Tierpflegern gewaltsam beherrscht, zum Posieren mit Besuchern gezwungen und zu Kunststücken gedrängt werden. Oberbürgermeister Andreas Mucke und die Stadtratsfraktionen wurden von PETA informiert, zeigten jedoch kein Interesse an einem persönlichen Gespräch. Die Tierrechtsorganisation fordert daher die Zooleitung und die Stadt Wuppertal auf...

Tierschutzorganisation PETA wirft dem Wuppertaler Zoo vor, seine afrikanischen Elefanten zu misshandeln. Aufnahmen aus dem Jahr 2018 belegen, wie Pfleger die Tiere mit Hilfe von Bullenhaken – scharfen Metallwerkzeugen – zwingen, für Fotos zu posieren und Kunststücke vorzuführen. Die Organisation verlangt nun umgehende Änderungen, um die Elefanten vor weiterem Stress und Schaden zu schützen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die dokumentierten Vorfälle ereigneten sich zwischen Mai und Juli 2018. Auf den Bildern ist zu sehen, wie Pfleger Bullenhaken einsetzen, um die Elefanten während Routinearbeiten wie dem Waschen zu kontrollieren. Auch das Elefantenbaby Tuffi wurde durch diese Methoden psychisch belastet. Zudem mussten die Tiere Besucher auf ihrem Rücken tragen und mit erhobenen Rüsseln für Fotos posieren.

Der Wuppertaler Zoo profitiert von Sonderveranstaltungen, zu denen auch Hochzeiten und private Führungen mit Elefanten gehören. PETA fordert ein Ende dieser Praktiken und drängt den Zoo dazu, auf „Protected Contact“ umzustellen – eine sicherere Methode, bei der Pfleger mit den Elefanten interagieren, ohne sie körperlich zu dominieren. Auch an den Stuttgarter Wilhelma Zoologisch-Botanischen Garten, wo ähnliche Bedenken bestehen, hat sich PETA gewandt. Bereits im Dezember 2025 hatte die Organisation gefordert, die Belastungen für die afrikanischen Elefanten Ruwani und Mahlo zu beenden und ebenfalls auf Protected Contact umzusteigen. Trotz der Information an Oberbürgermeister Andreas Mucke und die Stadtratsfraktionen über die Missstände blieb eine Reaktion bisher aus.

PETA lehnt die Haltung von Elefanten in Zoos grundsätzlich ab und argumentiert, dass Gefangenschaft ihren komplexen Bedürfnissen nicht gerecht werden kann. Die Organisation fordert nun ein Verbot der Zucht und des Imports von Elefanten in Zoos, um ihre Haltung schrittweise abzuschaffen.

Zu den konkreten Forderungen von PETA gehören das sofortige Verbot von Bullenhaken und ausbeuterischen Aktivitäten im Wuppertaler Zoo. Die Organisation besteht auf den Wechsel zu Protected Contact, um sowohl die Elefanten als auch das Personal zu schützen. Ohne Eingreifen werden die Tiere auch weiterhin unnötigem Stress und Leid in Gefangenschaft ausgesetzt sein.