Deutscher Buchpreis für Dorothee Elminger – mit peinlichem Patzer bei der Verkündung
Marlene SeifertDeutscher Buchpreis für Dorothee Elminger – mit peinlichem Patzer bei der Verkündung
Dorothee Elminger hat für ihren Roman "Die Holländerinnen" den Deutschen Buchpreis erhalten. Die Preisverleihung fand in Frankfurt statt, wo es bei der Bekanntgabe zu einem kleinen, aber bemerkenswerten Patzer kam.
Es ist ihr erster Sieg in diesem renommierten Wettbewerb, obwohl sie seit Jahren als Schriftstellerin anerkannt ist und in literarischen Kreisen hochgeschätzt wird.
Elminger, deren Familienname auf einen Hof namens Elmeringen in Neudorf im Kanton Luzern zurückgeht, blieb gelassen, als die Preisträgerin ihren Nachnamen fälschlicherweise als Elminger aussprach – mit Betonung auf der ersten Silbe. Karin Schmidt-Friderichs, Präsidentin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, unterlief der Fehler bei der Verkündung. Elminger jedoch reagierte souverän, als wäre nichts Ungewöhnliches geschehen.
Nach der Entgegennahme des Preises bedankte sie sich beim Publikum und zitierte einen Vers der Band Tocotronic. Die Schriftstellerin, die Wurzeln in Appenzell hat, lebte viele Jahre in Berlin, bevor sie nach New York zog, wo sie heute lebt.
Auch der Journalist Stefan Gubser, der Germanistik studiert hat, war unter den Gästen. Einst interviewte er berühmte Schauspieler, heute arbeitet er seit den Anfängen des Internets im Online-Journalismus. Seine Anwesenheit unterstrich die Mischung aus literarischen und medienaffinen Persönlichkeiten bei der Veranstaltung.
Mit dem Gewinn rückt Elmingers Roman "Die Holländerinnen" in den Fokus der Öffentlichkeit. Die falsche Betonung ihres Namens, obwohl kurzzeitig peinlich, konnte ihren Erfolg nicht überschatten. Der Preis festigt ihren Platz unter den führenden zeitgenössischen Autorinnen der deutschsprachigen Literatur.