Deutsche Telekom feiert Rekord bei Glasfaserkunden – doch die Nachfrage stockt
Nelly GirschnerTelekom verdient nicht genug an Glasfaser-Internet - Deutsche Telekom feiert Rekord bei Glasfaserkunden – doch die Nachfrage stockt
Deutsche Telekom verzeichnet Rekordwachstum bei Glasfaserkunden – doch die Nachfrage bleibt schwach
Die Deutsche Telekom meldet das stärkste Wachstum bei Glasfaseranschlüssen in ihrer Geschichte: Im dritten Quartal kamen 155.000 neue "Fiber to the Home"(FTTH)-Kunden hinzu. Trotz dieses Fortschritts zeigt sich die Unternehmensführung enttäuscht über die zögerliche Verbreitung von Hochgeschwindigkeitsinternet in Deutschland.
Das Glasfasernetz des Konzerns erreicht mittlerweile 11,8 Millionen Haushalte, Unternehmen und Behörden. Bis Jahresende soll die Abdeckung auf rund 25 Millionen steigen – die Hälfte davon entfällt auf die Deutsche Telekom.
Doch nur 16,1 Prozent der anspruchsberechtigten Nutzer haben bisher auf Glasfaser-Tarife umgestellt. Vorstandschef Tim Höttges bezeichnete diese Quote als "viel zu niedrig" und kritisierte vor allem große Wohnungsvermieter, die Gebühren für den Glasfaserausbau in Mehrfamilienhäusern verlangen. Er forderte die Politik auf, die Genehmigungsverfahren zu vereinfachen.
Die meisten deutschen Haushalte nutzen nach wie vor ältere Technologien wie VDSL oder Kabel-TV-Netze, die langsamer und weniger zuverlässig sind. Auch Finanzvorstand Christian Illek äußerte sich enttäuscht über die geringe Umstellungsbereitschaft. Das Unternehmen will sich künftig stärker auf Einfamilienhäuser konzentrieren, wo die Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen höher ist.
Finanziell verzeichnete die Deutsche Telekom im dritten Quartal einen Umsatzanstieg von 1,5 Prozent auf 28,9 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) stieg leicht um 0,2 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro.
Während der Ausbau des Glasfasernetzes voranschreitet, zögert die Mehrheit der berechtigten Nutzer noch mit dem Wechsel. Die Deutsche Telekom will die Nachfrage nun gezielt in Regionen mit höherer Akzeptanz fördern und gleichzeitig auf regulatorische Änderungen drängen, um den Ausbau in Mehrfamilienhäusern zu erleichtern.






