03 April 2026, 12:17

Deutsche Bahn schließt Reisezentren in Wuppertal und Solingen – Fahrgäste ohne Hilfe

Menschen in einer Warteschlange an einem Bahnhofsschalter mit Taschen, Stangen mit Bändern, beleuchteten Tafeln, Deckenleuchten und Treppen mit Geländern.

Deutsche Bahn schließt Reisezentren in Wuppertal und Solingen – Fahrgäste ohne Hilfe

Deutsche Bahn plant Schließung der Reisezentren in Wuppertal und Solingen

Die Deutsche Bahn hat angekündigt, ihre Reisezentren an den Hauptbahnhöfen von Wuppertal und Solingen zu schließen. Der Beschluss folgt auf den Verlust einer wichtigen Einnahmequelle, nachdem der Verkehrsverbund Transdev den Zuschlag für den Verkauf von Nahverkehrstickets erhalten hatte. Kritiker warnen, dass viele Fahrgäste dadurch ohne dringend benötigte Unterstützung dastehen werden.

Hintergrund der Schließung ist ein finanzieller Rückschlag, nachdem die Deutsche Bahn den Vertrag für den Verkauf von ÖPNV-Tickets verloren hatte. Seitdem Transdev diese Aufgabe übernommen hat, ist eine zentrale Einnahmequelle der Reisezentren weggebrochen. In der Folge hat sich das Unternehmen dazu entschieden, beide Standorte zu schließen.

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Lokale SPD-Politiker haben die Entscheidung scharf kritisiert. Josef Neumann betonte, dass besonders benachteiligte Gruppen wie einkommensschwache Reisende unter den Schließungen leiden würden. Dilek Engin verwies darauf, dass die Zentren eine unverzichtbare Rolle bei der Bewältigung komplizierter Buchungen oder unerwarteter Reiseänderungen spielten. Andreas Bialas ergänzte, dass ältere Fahrgäste oft mit digitalen Alternativen überfordert seien und auf persönliche Beratung angewiesen seien.

Wie die Deutsche Bahn Reisende in Wuppertal und Solingen nach der Schließung unterstützen will, ist bisher unklar. Dirk Pohlmann, Pressesprecher des Unternehmens in Düsseldorf, lehnte eine Stellungnahme ab. Die fehlende Transparenz nährt Befürchtungen, dass der ohnehin angeschlagene Ruf der Bahn weiteren Schaden nehmen könnte.

Während die Deutsche Bahn Reisezentren an großen Knotenpunkten wie Köln, Berlin und Hamburg modernisiert, sind für Wuppertal und Solingen keine vergleichbaren Aufwertungen geplant. Stattdessen droht den Fahrgästen in diesen Städten der Verlust des Zugangs zu persönlicher Hilfe.

Die Schließungen beseitigen einen zentralen Service für Reisende, die auf die Unterstützung von Mitarbeitern angewiesen sind. Ohne Ersatzlösungen könnten viele Schwierigkeiten haben, Probleme zu lösen oder kurzfristige Änderungen vorzunehmen. Die Entscheidung wirft zudem grundsätzliche Fragen zum Kundenservice der Deutschen Bahn in kleineren Städten auf.

Quelle