CDU Solingen fordert mehr Engagement gegen Mobbing an Schulen und Kitas
Patrik WesackCDU Solingen fordert mehr Engagement gegen Mobbing an Schulen und Kitas
Die Solinger CDU hat eine Anfrage zu Mobbing an örtlichen Schulen und Kitas eingereicht. Damit soll das Thema weiter oben auf die politische Agenda der Stadt rücken. Zwei zentrale Ausschüsse werden sich nun damit befassen, wie das Problem wirksamer bekämpft werden kann.
Die Initiative lenkt den Blick auch auf die wachsende Sorge um digitale Belästigung in Klassenchatgruppen. Zwar zeigen bundesweite Zahlen, dass Mobbing weit verbreitet ist – doch spezifische Daten für Solingen selbst liegen nicht vor. Die CDU fordert genauere Erhebungen zu Mobbingfällen in Solingens Schulen und Kindertageseinrichtungen. Zudem hat sie nachgefragt, wie viel Geld Nordrhein-Westfalen für Präventionsprogramme bereitstellt. Auch die Schulsozialarbeit und ihre Rolle bei der Mobbingbekämpfung werden im Rahmen der Überprüfung unter die Lupe genommen.
Aktuelle Studien unterstreichen das Ausmaß des Problems: Laut dem PISA-Bericht von 2022 erleben 21 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland mehrmals im Monat Mobbing. Übertragen auf Solingen wären das etwa 2.800 betroffene Schülerinnen und Schüler. Eine weitere Untersuchung der Techniker Krankenkasse ergab, dass bundesweit jedes sechste Schulkind bereits Mobbing erlebt hat.
Die Anfrage erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Besorgnis über digitale Schikane. Besonders problematisch ist Cybermobbing in Klassenchatgruppen. Allerdings gibt es derzeit keine lokalen Statistiken zu Cybermobbing in Solingen – nur allgemeine Daten auf Deutschland- und internationaler Ebene. Die CDU-Initiative wird eine genauere Auseinandersetzung mit der Mobbingprävention in Solingen erzwingen. Die Debatten in den städtischen Gremien könnten zu neuen Maßnahmen oder Anpassungen bei der Finanzierung führen. Angesichts Tausender potenziell betroffener Kinder und Jugendlicher könnten die Ergebnisse künftige Richtlinien in Schulen und Kitas prägen.






