Bundesdruckerei präsentiert revolutionären Geldschein "Stella" für die digitale Zukunft
Tom GießBundesdruckerei präsentiert revolutionären Geldschein "Stella" für die digitale Zukunft
Die Bundesdruckerei, das Bundesdruckamt Deutschlands, hat auf der Banknotenkonferenz in Washington einen neuartigen Banknotentyp mit dem Namen Stella vorgestellt. Das Konzept soll zeigen, wie Geldscheine in einer zunehmend digitalisierten Wirtschaft künftig aussehen könnten.
Stella ist für den Druck auf einem Polymer-Substrat aus nachwachsenden, nicht-fossilen Rohstoffen konzipiert. Zudem plant die Bundesdruckerei, das Format auf die Größe einer Kreditkarte zu verkleinern. Dadurch ließen sich Materialverbrauch, Produktionszeit und Energieaufwand deutlich reduzieren.
Das Konzept stößt bereits auf Anerkennung: Die International Association of Currency Affairs (IACA) hat Stella für den Excellence in Currency Award 2026 nominiert.
Elisabeth Limbacher, Leiterin des Bereichs Sicherheitsdruck bei der Bundesdruckerei, betonte, dass Bargeld auch künftig eine wichtige Rolle spielen werde. Allerdings nehme seine Bedeutung im Einzelhandel kontinuierlich ab. Aktuell werden in Deutschland nur noch 50,5 Prozent der Einkäufe bar bezahlt, während 48,1 Prozent mit Karte abgewickelt werden. Verbraucherschützer warnen bereits vor der schleichenden Rückdrängung von Bargeld im Zahlungsverkehr.
Der Stella-Geldschein steht für die Bemühungen, Bargeld an moderne Anforderungen anzupassen. Durch das kompaktere Format und nachhaltige Materialien könnte die Produktion effizienter werden. Doch angesichts des rückläufigen Bargeldgebrauchs bleibt seine künftige Rolle im Handel ungewiss.






