Bremen rettet die historische Emmabank vor dem Verfall durch aufwendige Restaurierung
Patrik WesackBremen rettet die historische Emmabank vor dem Verfall durch aufwendige Restaurierung
Historische neoklassizistische Emmabank im Bremer Bürgerpark nach Jahren des Verfalls vollständig restauriert
Eine denkmalgeschützte Bank im Stil des Neoklassizismus im Bremer Bürgerpark ist nach jahrelangem Verfall umfassend saniert worden. Das im August 2025 gestartete Projekt erforderte eine sorgfältige Demontage und die vollständige Erneuerung des instabilen Fundaments. Die Finanzierung übernahmen lokale Denkmalschutzinitiativen und private Stiftungen, um das Wahrzeichen für künftige Besucher zu bewahren.
Die Emmabank, ein bekanntes Element des Bürgerparks, hatte im Laufe der Zeit unter Bodensenkungen gelitten. Die verschobenen Erdschichten beschädigten die Sandsteinstruktur, sodass eine dringende Restaurierung notwendig wurde. Um das Problem zu lösen, hoben Arbeiter die Bank in etwa 20 Tonnen schweren Segmenten aus, bevor sie das Fundament neu aufbauten.
Ein neues Gründungssystem mit Punktlagern wurde eingebaut, um die Konstruktion vor weiteren Bewegungen zu stabilisieren. Das originale Mosaikpflaster, das während der Arbeiten eingelagert worden war, wurde anschließend in seinem charakteristischen Fischgrätmuster wieder verlegt. Die gesamten Kosten beliefen sich auf rund 100.000 Euro, die von der Bürgerpark-Vereinigung, der Karin-und-Uwe-Hollweg-Stiftung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz getragen wurden.
Zu den Restaurierungsarbeiten gehörten auch die Instandsetzung der dekorativen Elemente der Bank. Der Erfolg des Projekts beruhte auf der Zusammenarbeit zwischen Denkmalschutzexperten und Ingenieuren, die sowohl die statische Stabilität als auch die historische Authentizität sicherten.
Die restaurierte Emmabank steht nun auf einem verstärkten Fundament, das sie vor künftigen Bodenverschiebungen schützt. Ihr filigranes Mosaik und die Sandsteindetails wurden sorgfältig bewahrt, sodass der ursprüngliche Charakter des Denkmals erhalten bleibt. Das Projekt unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Bremens kulturelles Erbe durch handwerkliche Expertise und bürgerschaftliches Engagement zu schützen.
