Bottrop plant neue Wohngebiete: Vier Standorte in der Diskussion
Bottrop prüft Pläne zur Ausweisung neuer Wohngebiete an vier Standorten
Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat vorgeschlagen, 19 Hektar neuen Flächeninhalt auszuweisen, um die steigende Nachfrage nach Wohnraum in Bottrop zu decken. Am 9. Dezember 2023 werden die Verantwortlichen erstmals über die Optionen beraten.
Hintergrund des RVR-Vorschlags ist der wachsende Bedarf an Einfamilienhäusern und die Zunahme der Haushalte in der Stadt. Vier Flächen stehen zur Diskussion: Kirchhellen, Grafenwald, Eigen (Stenkhoffstraße) sowie Eigen (Körnerstraße). Je nach Bebauungsdichte könnten dort zwischen 300 und 1.500 neue Wohneinheiten entstehen.
Die vier Standorte im Überblick: Das erste Gebiet in Kirchhellen umfasst 1,8 Hektar und gilt als grundsätzlich für Wohnbebauung geeignet, erfordert jedoch weitere Prüfungen zu Umweltauswirkungen und Entwässerung. Das zweite Areal in Grafenwald ist mit 39 Hektar deutlich größer und bietet Potenzial für eine dichtere Bebauung – vorausgesetzt, der Schutz der Böden und die Klärung von Entwässerungslösungen werden geklärt.
Die Stadt wird nun mit politischen Akteuren abstimmen, welche Flächen für die Wohnraumentwicklung empfohlen werden. Änderungen an bestehenden Gewerbe- oder Industriegebieten Bottrops sind nicht vorgesehen, da ehemalige Bergbauflächen bereits für künftige Nutzungen reserviert sind. Die überarbeitete Regionalplanung soll bis 2027 abgeschlossen sein; erst dann beginnt die öffentliche Beteiligung.
Der Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz wird sich am 9. Dezember erstmals mit dem Thema befassen. Endgültige Entscheidungen über die neuen Wohngebiete folgen nach weiteren Gutachten und politischen Beratungen. Die Bürgerbeteiligung am Planungsprozess startet, sobald der Regionalplan 2027 final vorliegt.
