10 February 2026, 04:22

Bluttat in Krefeld: New-Yorker-Mitarbeiter ersticht Filialleiter nach angeblichen Schikanen

Ein Fahndungsfoto eines Mannes in einem schwarzen Anzug, weißem Hemd und schwarzer Krawatte mit ernstem Gesichtsausdruck, verschränkten Händen und zurückgekämmtem Haar, begleitet von zwei zusätzlichen Fotos und fettgedrucktem Text über seine Verbrechen.

Mord in Modekette: Mitarbeiter bekennt sich - Bluttat in Krefeld: New-Yorker-Mitarbeiter ersticht Filialleiter nach angeblichen Schikanen

Ein 25-jähriger Mitarbeiter hat gestanden, seinen Filialleiter in einem New-Yorker-Modegeschäft in Krefeld 26-mal zu erstechen. Die Tat ereignete sich im Jahr 2020; der Beschuldigte, ein afghanischer Staatsbürger, behauptete, nach wiederholten Schikanen durch das 41-jährige Opfer gehandelt zu haben. Ein gerichtlich bestellter Gutachter stellte später fest, dass er zum Zeitpunkt der Tat unter einer schweren psychischen Erkrankung litt.

Der Angestellte hatte erst seit drei Monaten auf Minijob-Basis in der Filiale gearbeitet und verdiente 13,50 Euro pro Stunde. Kurz nach der Bluttat nahm die Polizei ihn in der Nähe des Tatorts fest. Er räumte die Tat ein, gab jedoch an, vom Filialleiter mehrfach misshandelt worden zu sein.

Das Unternehmen New Yorker zeigte sich erschüttert und bezeichnete den Vorfall als 'tragischen Akt der Gewalt'. Als Reaktion führte die Modekette umgehend strengere Sicherheitsvorkehrungen ein, darunter Notfallknöpfe, verbesserte Schulungen für Mitarbeiter sowie Änderungen in der Ladenaufteilung. Zudem passte das Unternehmen die Richtlinien für Alleinarbeitszeiten an, um Risiken für die Belegschaft zu verringern.

Im Rahmen des Gerichtsverfahrens wurde der Angestellte aufgrund seines psychischen Zustands voraussichtlich als nicht schuldfähig eingestuft. Statt einer Haftstrafe droht ihm nun eine unbefristete Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung im Rahmen der Sicherungsverwahrung.

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Seit dem Mord im Jahr 2020 gab es keine größeren neuen Erkenntnisse zum Fall oder zu den Sicherheitsmaßnahmen des Unternehmens. Stand Anfang 2026 gelten die damals eingeführten Änderungen weiterhin, und das juristische Verfahren endete mit dem Beschluss über die psychiatrische Unterbringung.

Der Täter bleibt ohne festgelegtes Entlassungsdatum in der psychiatrischen Einrichtung. Die von New Yorker nach dem Angriff umgesetzten Sicherheitsverbesserungen sind weiterhin in allen Filialen gültig. Seit den ersten Reformen gab es weder weitere öffentliche Stellungnahmen noch zusätzliche Maßnahmen des Unternehmens.