26 January 2026, 12:24

Bergkamen plant Gaskraftwerk als Kohle-Ersatz mit Wasserstoff-Option

Eine detaillierte Karte der ersten deutschen Grafschaft Tirol mit geografischen Elementen wie Flüssen, Bergen und Städten sowie begleitendem informativem Text und Bildern.

Bergkamen plant Gaskraftwerk als Kohle-Ersatz mit Wasserstoff-Option

Neues Gaskraftwerk könnte bald die Kohlekraftwerk in Bergkamen ersetzen

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Der Energiekonzern Steag-Iqony treibt Pläne für ein modernes, flexibles Gaskraftwerk voran, das später auch mit Wasserstoff betrieben werden könnte. Das Vorhaben kommt zu einer Zeit, in der Deutschland den Kohleausstieg vorbereitet, gleichzeitig aber durch neue gasbetriebene Anlagen die Versorgungssicherheit gewährleisten will.

Das bestehende Kohlekraftwerk in Bergkamen läuft derzeit trotz seiner Rolle als Reserveanlage mit voller Kapazität. Werksleiter Thorsten Koch unterstützt die Energiewende und das Ende der Kohleverstromung – auch wenn dies voraussichtlich die Stilllegung des eigenen Standorts bedeutet.

Steag-Iqony hat bei der Planung des neuen Gaskraftwerks bereits erhebliche Fortschritte gemacht: Das Unternehmen führte Gespräche mit Behörden, schloss Umweltverträglichkeitsprüfungen ab und sicherte sich zentrale Komponenten. Die Anlage ist so konzipiert, dass sie später auf "grünen" Wasserstoff umgestellt werden kann – im Einklang mit den langfristigen Klimazielen. Deutschland plant, bundesweit 12 Gigawatt geförderte Kapazität zu verteilen, wobei Nordrhein-Westfalen fünf Gigawatt anstrebt. Die hohe Energienachfrage der Region und ihre Einstufung als Teil des "netztechnischen Südens" stärken ihre Position. Ein "Süd-Bonus" in den Vergaberichtlinien begünstigt zudem Standorte wie Bergkamen gegenüber nördlichen und östlichen Alternativen.

Jetzt wartet Steag-Iqony auf die detaillierten Vergabekriterien der Bundesregierung, bevor es in das Ausschreibungsverfahren einsteigt. Auch andere große Energieunternehmen wie RWE, Uniper und das kommunale Konsortium Trianel bereiten Angebote für neue Kraftwerke in ganz Deutschland vor.

Sollte das Projekt in Bergkamen genehmigt werden, könnte es helfen, die deutsche Energieversorgung zu stabilisieren – während gleichzeitig der Ausstieg aus der Kohle voranschreitet. Die Bereitschaft von Steag-Iqony, künftig auf Wasserstoff zu setzen, spiegelt die breiten Bestrebungen wider, das Stromnetz zu modernisieren. Die endgültige Entscheidung hängt vom Bundesausschreibungsverfahren und der regionalen Kapazitätsverteilung ab.