07 May 2026, 20:15

Bergisch Gladbachs Verkehrsprojekte zwischen Fortschritt und Personalmangel

Gebäude mit wenigen Menschen, die Fahrräder auf der Straße fahren.

Bergisch Gladbachs Verkehrsprojekte zwischen Fortschritt und Personalmangel

Verkehrsausschuss von Bergisch Gladbach: Fortschritte und Rückschläge bei Straßen- und Radprojekten

Der Verkehrs- und Mobilitätsausschuss von Bergisch Gladbach ist diese Woche zusammengekommen, um den Stand der Straßenbauvorhaben und der Radinfrastruktur zu bewerten. Die Sitzung brachte wichtige Entscheidungen mit sich – darunter Verschiebungen, Streichungen und neue Pläne. Doch Personalmangel gefährdet die Umsetzung vieler Projekte. Mehrere große Vorhaben stehen nun wegen begrenzter Ressourcen und rechtlicher Hindernisse auf der Kippe.

Das Gremium billigte zwar das Maßnahmenprogramm 2026–2028, doch nur die Projekte für 2026 erhalten vorerst konkrete Aufmerksamkeit. Dazu gehört der Bau geschützter Radspuren entlang der Paffrather Straße zwischen Reuterstraße und Stationsstraße. Die neue Trasse soll die Sicherheit von Radfahrern auf der stark befahrenen Strecke erhöhen.

Ein Vorhaben wurde jedoch komplett gestrichen: Wie der stellvertretende Bürgermeister Ragnar Migenda bestätigte, ist der geplante Radweg am Hasenweg in Refrath vom Tisch. Ein Gerichtsurteil hatte weitere Planungen blockiert, sodass die Stadtverwaltung die Niederlage hinnehmen musste.

Die lange erwarteten Sanierungsarbeiten auf der Leverkuser Straße sind für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen. Die Instandsetzung soll die durch Abnutzung entstandenen Schäden beheben, doch die genauen Details werden noch geprüft.

Unterdessen drängt die CDU auf Änderungen an der Straße „Auf der Kaule“ in Refrath. Ihr Vorschlag sieht eine Verbreiterung der Fahrbahn und die Aufhebung der Einbahnregelung vor, um Lkw den Zugang zu erleichtern. Der Ausschuss nahm den Antrag zur Kenntnis, traf jedoch noch keine abschließende Entscheidung.

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Doch über allen Plänen schwebt das Problem des Personalmangels. Durch Haushaltskürzungen ist die Abteilung für statische Verkehrssteuerung auf nur noch eine einzige Mitarbeiterin geschrumpft – und diese befindet sich derzeit im Urlaub. Ohne zusätzliche Kräfte drohen selbst genehmigte Projekte Verzögerungen oder müssen ganz gestrichen werden.

Die Sitzung des Ausschusses zeigte sowohl Fortschritte als auch Hindernisse auf: Während neue Radwege und Straßensanierungen vorankommen, gefährden Personalengpässe und rechtliche Hürden die termingerechte Fertigstellung. Nun muss der Rat entscheiden, wie er die Ressourcenlücken schließt, bevor es zu weiteren Störungen kommt.

Quelle