Bergisch Gladbach: Wo das Auto mehr als nur Verkehr ist
Bergisch Gladbach – eine Stadt, in der das Auto den Takt angibt
Seit langem ist Bergisch Gladbach ein Zentrum der Automobilwelt – von Autohäusern bis hin zu Forschungseinrichtungen. Die Straßen der Stadt, ihre Parkmöglichkeiten und sogar Bildungsangebote spiegeln die enge Verbindung zum Auto wider. Nun bereichert ein skurriles Denkmal für parkende Fahrzeuge diese automobile Identität um eine weitere Facette.
Die Beziehung der Stadt zum Auto beginnt mit ihrer Infrastruktur. Die Autobahn A4 durchquert Bergisch Gladbach auf einer Strecke von etwa zehn Kilometern und bietet mit drei wichtigen Anschlussstellen eine zentrale Verkehrsader. Unweit davon, im Stadtteil Frankenforst direkt an der Autobahn, hat die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ihren Sitz. Die Behörde spielt eine entscheidende Rolle in der Verkehrssicherheitsforschung und im Transportwesen.
Parkplätze sind in Bergisch Gladbach nie weit. Mehrstöckige Parkhäuser bedienen zentrale Orte wie den Rosengarten, die Laurentiuskirche und das evangelische Krankenhaus. Besonders kurios: Zwischen zwei Garagen in der Nähe des FHDW-Campus am Gronauer Mühlenweg verbirgt sich ein Denkmal für parkende Autos – eine ungewöhnliche Hommage an die vierrädrigen Begleiter des Alltags.
Der Autohandel blüht hier, insbesondere entlang der Mülheimer Straße, wo sich mehrere Autohäuser aneinanderreihen. Europäische Marken dominieren, doch die Auswahl ist vielfältig und spricht unterschiedliche Geschmäcker an. Ein besonderer Standort ist das ehemalige Kreiswehrersatzamt an der Paffrather Straße, das heute als Autohaus genutzt wird. Auf dem Gelände der Zanders-Papierfabrik wiederum ist das Center of Automotive Management (CAM) angesiedelt, eine Forschungsgruppe, die sich mit den Trends der Branche beschäftigt.
Bildung und Dienstleistungen runden das Bild ab. Die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) bietet einen spezialisierten Studiengang in Automobilwirtschaft an und bildet so die Fachkräfte von morgen aus. Für die Pflege der Fahrzeuge sorgen drei Waschanlagen in der Stadt, darunter eine an der Mülheimer Straße, die das ehemalige Gasthaus Kradepohl ersetzt hat. Mit rund 650 Autos pro 1.000 Einwohner sind Bergisch Gladbachs Straßen und Betriebe gut ausgelastet.
Das Denkmal für parkende Autos mag eine spielerische Note sein, doch es unterstreicht die tief verwurzelte Automobilkultur der Stadt. Zwischen Forschungszentren, Autohäusern und reichlich Parkraum bleibt Bergisch Gladbach ein Ort, an dem das Auto den Alltag prägt. Die hohe Fahrzeugdichte und die branchenspezifische Ausbildung sorgen dafür, dass diese Verbindung auch in den kommenden Jahren bestehen bleibt.






