07 February 2026, 22:21

Bergisch Gladbach startet bundesweite Kampagne für AfD-Verbot mit Unterschriftensammlung

Eine handgezeichnete Illustration einer Gruppe von Menschen in einem Raum, einige halten Gegenstände, mit dem Text "Patriotische Petitionen auf der Versammlung" unten.

Bergisch Gladbach startet bundesweite Kampagne für AfD-Verbot mit Unterschriftensammlung

Bundesweite Kampagne für AfD-Verbot in Bergisch Gladbach gestartet

In Bergisch Gladbach hat eine bundesweite Initiative für ein Verbot der Alternative für Deutschland (AfD) Fahrt aufgenommen. Die lokale Gruppe DeVi (Bergisch Gladbach für Demokratie und Vielfalt) koordiniert vor Ort die Sammlung von Unterschriften. Unterstützer:innen argumentieren, die Position der Partei stehe im Widerspruch zu zentralen Verfassungswerten wie Menschenwürde und Demokratie.

Ab dem 7. Februar können Bürger:innen die Kampagne am Informationsstand von DeVi in der Fußgängerzone unterstützen. Der Stand ist täglich von 10:00 bis 13:00 Uhr geöffnet. Die Organisator:innen streben an, bis Juni 100.000 Unterschriften zu sammeln, um ein juristisches Verfahren gegen die AfD einzuleiten.

Die Initiative "Menschenwürde verteidigen. AfD jetzt verbieten" wird von fast 90 zivilgesellschaftlichen Gruppen in ganz Deutschland getragen. Zwar ist die genaue Zahl der beteiligten Organisationen in Nordrhein-Westfalen noch unklar, doch unterstreicht das Engagement von DeVi den lokalen Widerstand gegen rechtsextreme Politik. Judith Winterscheid, Vorsitzende des Vereins, betont, dass die Programme und das Verhalten der AfD verfassungsfeindliche Tendenzen aufweisen.

DeVi setzt sich für demokratische Werte, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander ein. Die Kampagne soll das Vertrauen in den Rechtsstaat stärken und rechtliche Klarheit über den Status der AfD schaffen. Unterstützer:innen sind überzeugt, dass ein Verbot demokratische Institutionen vor antidemokratischen Einflüssen schützen würde.

Die Unterschriftensammlung läuft bis Juni mit täglichen Sammelstellen in der Bergisch Gladbacher Innenstadt. Bei Erfolg könnte die Aktion in ein formelles juristisches Verfahren gegen die AfD münden. Die Initiative spiegelt die wachsenden Bedenken wider, ob die Partei mit dem demokratischen Grundgerüst Deutschlands vereinbar ist.

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