Bergisch Gladbach revolutioniert Finanzamt mit Digitalisierung und Steuerreform 2025
Patrik WesackBergisch Gladbach revolutioniert Finanzamt mit Digitalisierung und Steuerreform 2025
Finanzamt Bergisch Gladbach durchlief 2025 unter Bernhard Bertram tiefgreifende Veränderungen. Die Stadt setzte die deutsche Grundsteuerreform um und trieb gleichzeitig die digitale Modernisierung voran. Mehrere zentrale Projekte sollten zudem die Haushaltsbelastung verringern und die Effizienz der kommunalen Dienstleistungen steigern.
Das Jahr begann mit einer wichtigen Anpassung der Grundsteuerfristen. Um den Bürgerinnen und Bürgern den Übergang zur neuen Reform zu erleichtern, verschob die Stadt den Zahlungstermin vom 15. Februar auf den 22. April 2025. Die Reform selbst führte differenzierte Bewertungsmaßstäbe ein, die das kommunale Steueramt ohne größere Probleme umsetzte.
Ein neu gegründetes städtisches Energieunternehmen übernahm die Wärme- und Kälteversorgung für das Industriegelände Zanders. Mit diesem Schritt sollte die Energieversorgung zentralisiert und die langfristigen Kosten für das Gebiet gesenkt werden.
Die digitale Transformation stand 2025 im Mittelpunkt. Die Stadt ersetzte ihr veraltetes Finanzsystem durch Infoma online, eine cloudbasierte Plattform, die die Ausgaben reduzierte und nur minimale Störungen verursachte. Eine neue Software automatisierte zudem die Datenverarbeitung für den jährlichen Beteiligungsbericht und verringerte so manuelle Fehlerquellen.
Personelle Engpässe in der Hauptbuchhaltung bremsten die Fortschritte zeitweise aus. Dennoch ist die Abteilung auf Kurs, bis zum Frühjahr 2026 wieder voll arbeitsfähig zu sein. Die Einführung einer Beherbergungsabgabe brachte der angespannten Haushaltskasse zusätzliche Einnahmen.
Die Pläne für weitere Automatisierungsvorhaben sind bereits in Gang. Das Projekt "Digitaler Rechnungsworkflow", das Anfang 2026 starten soll, wird die Bearbeitung eingehender Rechnungen beschleunigen. Stand Dezember 2025 lagen jedoch noch keine Details zu den für das Frühjahr 2026 geplanten Maßnahmen zur elektronischen Rechnungsarchivierung vor.
Darüber hinaus aktualisierte die Abteilung die Dienstanweisungen gemäß §32 der Kommunalhaushalts- und -rechnungsverordnung Nordrhein-Westfalens (KomHVO NRW) vollständig.
Die Reformen und digitalen Aufwertungen unter Bertrams Führung haben die Finanzprozesse Bergisch Gladbachs grundlegend verändert. Mit den neuen Systemen und einer sich erholenden Personaldecke rechnet die Stadt im kommenden Jahr mit reibungsloseren Abläufen und einer besseren Haushaltssteuerung. Im nächsten Schritt steht die Einführung der geplanten Rechnungsautomatisierung Anfang 2026 an.
