09 May 2026, 02:12

Berentzen korrigiert Umsatzprognose 2025 drastisch nach unten

Balkendiagramm, das globale wirtschaftliche Verluste veranschaulicht, mit begleitendem erklärendem Text.

Berentzen fühlt Nachfrageschwäche bei alkoholischen Getränken - Berentzen korrigiert Umsatzprognose 2025 drastisch nach unten

Berentzen senkt Umsatzprognose für 2025 nach schwierigem Jahr

Der Getränkehersteller Berentzen hat seine Umsatzerwartungen für 2025 nach einem herausfordernden Geschäftsjahr nach unten korrigiert. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Höchstumsatz von 169 Millionen Euro – deutlich weniger als bisher angenommen. Sowohl die schwache Nachfrage nach Alkoholika als auch der Verkauf eines Mineralwasserwerks haben zu dieser Anpassung beigetragen.

Ursprünglich hatte Berentzen für 2025 noch mit Erlösen von bis zu 190 Millionen Euro gerechnet. Bereits in der ersten Jahreshälfte wurde diese Prognose jedoch auf maximal 178 Millionen Euro reduziert. Nun liegt die Erwartung nur noch bei 169 Millionen Euro.

Der Absatz alkoholisierter Getränke in Deutschland geht seit 2022 bereits das dritte Jahr in Folge zurück. Berentzen spürt diese Entwicklung deutlich: Die Nachfrage nach seinen Spirituosen bleibt schwach. Im Jahr 2024 erzielte das Unternehmen zwar noch einen Gesamtumsatz von 181,9 Millionen Euro, doch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank auf 10,6 Millionen Euro.

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Für 2025 strebt Berentzen ein operatives Ergebnis zwischen 8,0 und 9,5 Millionen Euro an. Ein Lichtblick ist die Marke Mio Mio: Die Erlöse des Erfrischungsgetränks stiegen um 8 Prozent. Ab 2026 soll Mio Mio zudem auch in Dosen erhältlich sein.

Der Verkauf eines Mineralwasserwerks in Brandenburg im vergangenen Jahr hat ebenfalls zur verschlechterten Prognose beigetragen. Der Schritt veränderte zwar die Unternehmensstruktur, verringerte aber auch die Umsatzbasis. Berentzen steht damit 2025 vor einer niedrigeren Umsatzobergrenze, während der Absatz alkoholisierter Getränke unter Druck bleibt. Die verstärkte Ausrichtung auf alkoholfreie Getränke – etwa durch die Einführung von Mio Mio in Dosen – könnte jedoch einen Teil der Verluste ausgleichen. Gleichzeitig wird das operative Ergebnis im Vergleich zu 2024 voraussichtlich sinken.

Quelle