Bedrohung durch Aufspaltung für die Auto-Sparte von Rheinmetall nach Übernahme
Nelly GirschnerBedrohung durch Aufspaltung für die Auto-Sparte von Rheinmetall nach Übernahme
Rheinmetalls Automotive-Sparte nach Übernahme durch Zerschlagung bedroht
Zusammenfassung Nach einer Übernahme droht die Automotive-Sparte von Rheinmetall zerschlagen zu werden.
Artikel Rheinmetall steht kurz vor dem Verkauf seiner Zulieferersparte für die Automobilbranche – noch im Rennen sind zwei Private-Equity-Investoren. Der deutsche Rüstungskonzern und Automobilzulieferer hatte ursprünglich auf einen höheren Preis gehofft, doch die aktuellen Gebote liegen unter den Erwartungen. Eine endgültige Einigung könnte bereits 2026 erreicht werden.
Die Sparte, zu der auch Bereiche für Verbrennungsmotoren-Technologie, Sensorik und antriebstechnische Komponenten gehören, könnte nach dem Verkauf jedoch nicht als Ganzes erhalten bleiben. Potenzielle Käufer ziehen eine Aufspaltung in Einzelteile einer Übernahme des gesamten Geschäftsbereichs vor. Unter den verbleibenden Bietern befindet sich mit BENTELER einer der beiden noch verhandelnden Private-Equity-Investoren.
Gleichzeitig wird diskutiert, welche Teile des zivilen Rheinmetall-Geschäfts möglicherweise behalten werden. Dazu zählt auch die Tochtergesellschaft Mira GmbH, deren Verbleib derzeit geprüft wird. Die Zukunft des Rheinmetall-Werks in Neuss ist ebenfalls ungewiss – wenn auch Teile der Produktion bereits auf Rüstungsgüter umgestellt wurden.
Am Standort werden inzwischen Aufklärungssatelliten sowie Türme für das Flugabwehrsystem Skyranger gefertigt, parallel zu den bestehenden zivilen Aktivitäten. Die aktuellen Angebote für die Sparte liegen zwischen 500 Millionen und 600 Millionen Euro – deutlich unter der ursprünglichen Zielmarke von rund eine Milliarde Euro, die Konzernchef Armin Papperger anvisiert hatte.
Eine endgültige Entscheidung über den Verkauf wird im ersten Quartal 2026 erwartet. Sie wird zeigen, ob die Sparte als geschlossene Einheit weitergeführt oder unter den Käufern aufgeteilt wird. Die Zukunft der zivilen Rheinmetall-Standorte, darunter das Werk in Neuss, hängt maßgeblich von den Konditionen des Deals ab.
