19 March 2026, 10:23

Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Dürer-Hasen und Pumuckl aus

Eine Gruppe von Menschen in traditioneller bayrischer Tracht, die auf einer Straße mit Gebäuden, einigen Fahnen haltend, spielen und ein Hügel und ein klarer blauer Himmel im Hintergrund zu sehen sind.

Wenn es grün ist, hoppeln Sie weiter - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Dürer-Hasen und Pumuckl aus

Mehrere bayerische Städte ersetzen klassische Fußgängerampeln durch lokale Kultursymbole

Die Umstellung sorgt sowohl bei Anwohnern für Begeisterung als auch bei regionalen Behörden für Bedenken. Während einige Entwürfe ohne offizielle Genehmigung umgesetzt wurden, gab es bei anderen Verzögerungen wegen Sicherheitsbedenken.

Nürnberg machte im Februar 2026 Schlagzeilen, als die Stadt eine Ampel mit Albrecht Dürers "Feldhasen" installierte. Die Stadt holte dafür keine formelle Erlaubnis ein und berief sich darauf, dass Kommunen die volle Kontrolle über ihre Ampelanlagen hätten. Diese Haltung steht im Kontrast zu anderen Städten, die eine offizielle Freigabe einholten.

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So benötigte etwa Augsburgs"Kasperl"-Ampeleine Sondergenehmigung der Regierung von Schwaben. Der Vorschlag vonHof, eine Figur des "Wärschtlamo"* – eines lokalen Würstchenverkäufers – als Ampelsymbol zu nutzen, wurde zunächst aus Verkehrssicherheitsgründen blockiert. Nach einer erneuten Prüfung erhielt das Design schließlich doch die Zustimmung.

Anderswo leuchten in München mittlerweile drei "Pumuckl"-Ampeln, inStraubinggibt es den "Bruder Straubinger", und inDachausind die Ampelfiguren in traditionelle bayerischeTrachtgekleidet.Deggendorf* zeigt an seinem Fußgängerüberweg eine knödelwerfende Frau – allesamt Beiträge zum regionalen Flair. Das bayerische Innenministerium steht den individuellen Gestaltungen jedoch kritisch gegenüber und betont, wie wichtig klar erkennbare, einheitliche Symbole für die Verkehrssicherheit seien.

Trotz der offiziellen Vorbehalte kommt die Aktion bei der Bevölkerung gut an. Viele sehen in den thematischen Ampeln eine humorvolle Möglichkeit, lokale Identität und Tradition zu feiern.

Der Trend zu kulturell geprägten Ampeln breitet sich in Bayern weiter aus – auch wenn die Reaktionen der Behörden gemischt ausfallen. Während einige Städte ihre Entwürfe ohne formelle Genehmigung umsetzen, müssen andere bürokratische Hürden überwinden. Die Debatte zeigt das Spannungsfeld zwischen kreativem lokalem Ausdruck und standardisierten Sicherheitsvorgaben im Straßenverkehr.

Quelle