Bayer Leverkusen steht ohne beide Torhüterinnen da – wer rettet die Saison?
Tom GießTorhüter-Probleme: Leverkusens Kapitän Repohl erneut verletzt - Bayer Leverkusen steht ohne beide Torhüterinnen da – wer rettet die Saison?
Bayer Leverkusens Frauenmannschaft steht vor einer erneuten Torhüterkrise, nachdem Friederike Repohl eine frische Verletzung erlitten hat. Die 25-jährige Schlüsselfigur im Tor hat einen Teilriss des inneren Seitenbands im rechten Knie erlitten und fällt mindestens zwei Monate aus. Der Verein muss bereits auf die Ersatzkeeperin Charlotte Voll verzichten, die weiterhin wegen eines Schulterproblems pausiert.
Repohls jüngster Rückschlag folgt auf eine vorherige Muskelverletzung im linken Oberschenkel. Die Torfrau war erst kürzlich ins Training zurückgekehrt, als das neue Problem auftrat. Ihr Ausfall hinterlässt Leverkusen mit begrenzten Optionen im Tor.
Charlotte Voll ist seit Juni 2024 nicht einsatzbereit, nachdem sie sich einer Operation an der rechten Schulter unterziehen musste. Die Verletzung des Schultereckgelenks hielt sie monatelang außer Gefecht, und ihr Rückkehrzeitplan bleibt unklar.
Als Reaktion auf die Krise verpflichtete Leverkusen Rafaela Borggraefe als Notlösung auf Leihbasis für das Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Die 25-jährige Nationalspielerin war in England wegen einer diskriminierenden Äußerung gegenüber einer Teamkollegin für sechs Spiele gesperrt worden. Trotz ihrer Sperre war sie nach den Regeln für Notverpflichtungen in Deutschland spielberechtigt.
Im aktuellen Kader der deutschen Nationalmannschaft stehen 23 Spielerinnen, darunter die Torhüterinnen Ena Mahmutovic und Stina Johannes, doch Borggraefe gehört nicht dazu. Ihre vorübergehende Rolle bei Leverkusen kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Verein verzweifelt nach Lösungen für den Torhütermangel sucht.
Repohls Verletzung verschärft die Torwartprobleme Leverkusens, da nun sowohl die erste als auch die zweite Wahl ausfallen. Borggraefes kurzfristige Verpflichtung bringt zwar vorübergehende Entlastung, doch ihre langfristige Perspektive im Nationalteam bleibt ungewiss. Der Verein muss nun mindestens zwei Monate ohne Repohl auskommen und gleichzeitig Volls Fortschritte in der Rehabilitation im Blick behalten.
