Bayer 04 Leverkusen kämpft um sein neues Trainingszentrum in Monheim am Rhein
Patrik WesackBayer 04 Leverkusen kämpft um sein neues Trainingszentrum in Monheim am Rhein
Bayer 04 Leverkusen sucht seit einem Jahrzehnt nach einem Standort für ein hochmodernes Trainingszentrum. Nach der Prüfung von 70 möglichen Standorten entschied sich der Verein schließlich für Monheim am Rhein. Der geplante Campus soll zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie Rad- und Joggingwege umfassen.
Die Notwendigkeit eines neuen Trainingszentrums ist dringender denn je. Die aktuellen Anlagen des Clubs in der BayArena sind durch den geplanten Ausbau einer Autobahn gefährdet. Dieses Infrastrukturrisiko hat Leverkusen dazu veranlasst, die Pläne für den Campus in Monheim zu beschleunigen.
Gegenwind aus der Politik hat das Projekt jedoch verzögert. Lokale Politiker zwangen den Verein wiederholt, seine Vorschläge zu verkleinern. Die Spannungen verschärften sich weiter nach den Kommunalwahlen 2025, als eine neue Koalition den Campus aus Klimaschutz- und Umweltschutzgründen blockierte.
Vereinsvertreter warnen vor den Konsequenzen. Sportdirektor Simon Rolfes betonte, dass die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Clubs vom Bau des Campus abhänge. Zudem warnte er, dass ein Scheitern des Projekts schwerwiegende Folgen für das Team hätte. Bayer-AG-Vorstandsvorsitzender Bill Anderson bestätigte, dass das Unternehmen die Entwicklungen in Monheim genau verfolge.
Doch das Vorhaben in Monheim bleibt aufgrund des politischen Widerstands unsicher. Der Campus verspricht nicht nur neue Arbeitsplätze, Sporteinrichtungen und Grünflächen für die Gemeinde – ohne ihn riskiert Leverkusen, in seinen langfristigen Entwicklungsplänen zurückzufallen.
