Batteriezellenproduktion - 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK
Marlene SeifertBatteriezellenproduktion - 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK
Batteriezellenproduktion – 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK
Batteriezellenproduktion – 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK
Die Bundesregierung investiert rund 170 Millionen Euro in den Ausbau der Batterieproduktion und des Recyclings in ehemaligen Kohlerevieren. Sieben große Vorhaben wurden nun im Rahmen des STARK-Programms bewilligt, mit dem Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen und die industrielle Innovation zu stärken. Die Förderung fließt in neue Standorte in Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und der Lausitz.
Eines der größten Projekte realisiert Cylib, das im Chempark Dormagen im rheinischen Revier eine Recyclinganlage für Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) errichten wird. Die Anlage, deren Inbetriebnahme für 2027 geplant ist, soll jährlich 30.000 Tonnen Batterien verarbeiten und 180 direkte Arbeitsplätze schaffen. Für das Vorhaben erhält das Unternehmen Fördermittel in Höhe von 63,4 Millionen Euro.
In Sachsen-Anhalt baut AMG Lithium am Chempark Bitterfeld-Wolfen eine Mehrproduktionsanlage für batterietaugliche Lithiumsalze. Das Projekt ist Teil der Bestrebungen, die mitteldeutsche Bergbauregion weiterzuentwickeln, wie Ministerpräsident Reiner Haseloff betont. Gleichzeitig errichtet die Altech Batteries GmbH in der Lausitz ein Werk für stationäre Energiespeichersysteme, das auf Natriumchlorid-Technologie setzt – und zwar im Industriepark Schwarze Pumpe in Spreetal. Das STARK-Programm wurde um direkte Investitionsförderung für Unternehmen erweitert. Regionale Spitzenpolitiker wie Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst und Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies unterstreichen die Bedeutung dieser Projekte für die lokale Wirtschaft. Die Gesamtinvestitionen in alle sieben Vorhaben belaufen sich auf etwa 600 Millionen Euro und sollen rund 600 neue Industriearbeitsplätze schaffen.
Die Förderung trägt dazu bei, Deutschlands technologische Unabhängigkeit zu sichern und den Wandel hin zu einer klimaneutralen Produktion zu unterstützen. Die bewilligten Projekte konzentrieren sich auf die Herstellung von Batteriezellen, das Recycling sowie Energiespeicherlösungen und schaffen so langfristige wirtschaftliche Perspektiven in Regionen, die einst vom Kohleabbau geprägt waren. Mit dem Bau der neuen Anlagen und der Einstellung von Personal soll in den kommenden Jahren begonnen werden.
