Bahnhof Löhn wird zum sicheren und barrierefreien Ort umgebaut
Bahnhof Löhn soll umfassend umgebaut werden – mehr Sicherheit und Barrierefreiheit
Der Bahnhof Löhn steht vor einer großen Umgestaltung, um die Sicherheit und Zugänglichkeit deutlich zu verbessern. Den Anstoß für das Projekt gaben Besorgnisse von Anwohnerinnen und Anwohnern, insbesondere von Frauen, die sich in bestimmten Bereichen des Bahnhofs nach Einbruch der Dunkelheit unsicher fühlten. Die Bauarbeiten sollen im Februar 2025 beginnen und den Bahnhof in einen einladenderen Ort verwandeln.
Frauen aus Minden hatten konkret auf Problemzonen am Bahnhof Löhn hingewiesen, an denen sie sich besonders verletzlich fühlten. Besonders kritisch wurde der lange Tunnel zu den Gleisen genannt, aber auch schlecht beleuchtete Ecken und Stellen, an denen sich häufig Gruppen von Männern aufhalten. Diese Sorgen wurden in einer sogenannten "Angstkarte" dokumentiert, die insgesamt 68 als problematisch empfundene Orte in der Stadt auflistet.
Um die Sicherheitsbedenken besser zu verstehen, wurde ein "Nightwalk" – ein nächtlicher Rundgang – organisiert. Dabei identifizierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer Bereiche, die dringend verbessert werden müssen. Die Stadt sah sich daraufhin zum Handeln veranlasst. Zwar wiesen die Behörden darauf hin, dass die tatsächliche Kriminalitätsrate – vor allem Fahrraddiebstähle – niedrig sei, doch blieb das subjektive Unsicherheitsgefühl ein zentrales Problem.
Das Umgestaltungskonzept sieht unter anderem eine bessere Beleuchtung, den Bau einer neuen Bibliothek sowie regelmäßige Veranstaltungen vor, um den Bahnhof lebendiger zu gestalten. Zudem können Anwohnerinnen und Anwohner unsichere Bereiche über ein Online-Meldesystem für Mängel melden. Ziel ist es, Ängste abzubauen und den Bahnhof zu einem sicheren, inklusiveren Ort für alle zu machen.
Die Bauarbeiten starten Anfang 2025. Die geplanten Veränderungen sollen sowohl physische als auch psychologische Sicherheitsbedenken angehen. Langfristig soll aus dem Bahnhof Löhn ein hellerer, belebterer Knotenpunkt werden, an dem sich Menschen wohler fühlen. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Maßnahmen die Ängste lindern – ohne dabei die wichtige Funktion des Bahnhofs als zentraler Verkehrsknoten zu beeinträchtigen.
