Bachmann-Preis 2024: Diese Preisträgerinnen überzeugen mit gesellschaftskritischen Texten
Patrik WesackBachmann-Preis 2024: Diese Preisträgerinnen überzeugen mit gesellschaftskritischen Texten
Der Bachmann-Preis hat die diesjährigen Preisträgerinnen bekannt gegeben. In diesem Wettbewerb bewertete eine siebenköpfige, rein weibliche Jury Texte nach einfallsreichen Ideen und prägnanten Sätzen. Auch wirtschaftliche Themen prägten die Diskussionen und Bewertungen.
Den KELAG-Preis erhielt Kinga Tóth für ihre Darstellung eines „Ostblock-Mädchens“ und dessen Alltagskämpfe. Viele Einsendungen kreisten um das Motiv von „Flecken“ oder „Verunreinigungen“ – ein Hinweis auf prekäre Lebensumstände.
Slata Roschal schlug in ihrer Geschichte einen anderen Weg ein und richtete den Fokus auf die Literaturwelt. Nach ihrer Lesung verweigerte sie die Auseinandersetzung mit der Jury. Stattdessen kritisierte sie den Literaturbetrieb für seinen Umgang mit Autor:innen.
Den mit 30.000 Euro dotierten Hauptpreis sowie den Publikumspreis gewann Schaette für ihren Text „Was wir tragen“. Das Werk setzt sich mit der anhaltenden Gewalt auseinander, der übergewichtige Menschen ausgesetzt sind. Die Jury betonte, dass nur wenige Texte komplett abgelehnt wurden – die meisten überzeugten durch Originalität oder einprägsame Formulierungen.
Die Auszeichnungen spiegeln die Vielfalt der Themen und starken Stimmen in der zeitgenössischen Literatur wider. Die Preisträger:innen und ihre Texte behandeln gesellschaftliche, wirtschaftliche und persönliche Konflikte. Die in diesem Jahr ausschließlich aus Frauen bestehende Jury brachte eine besondere Perspektive in die Bewertungen ein.
