05 February 2026, 20:22

Auszubildende verdienen 2025 bis zu 25 % mehr – doch manche bleiben unter 1.000 Euro

Eine alte Zeitungsanzeige mit Stellenangeboten für Arbeiter, mit Text, der die Stellenbeschreibungen enthält.

"Zweiter Rekordanstieg in Folge": Ausbildungslöhne steigen deutlich - Auszubildende verdienen 2025 bis zu 25 % mehr – doch manche bleiben unter 1.000 Euro

Auszubildendengehälter in Deutschland steigen 2025 kräftig – in manchen Branchen um bis zu 25 % seit 2021

Die Ausbildungsvergütungen in Deutschland sind 2025 deutlich gestiegen, wobei einige Sektoren seit 2021 Zuwächse von bis zu 25 Prozent verzeichnen. Die aktuellen Zahlen zeigen ein spürbares Lohnwachstum, insbesondere in Branchen mit Fachkräftemangel. Azubis im öffentlichen Dienst verdienen mittlerweile am besten, während einige Berufsausbildungen weiterhin mit Monatsgehältern unter 1.000 Euro hinterherhinken.

Das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen von Auszubildenden in tarifgebundenen Betrieben lag 2025 bei 1.209 Euro – ein Plus von 76 Euro gegenüber dem Vorjahr, was einem Anstieg von 6,7 Prozent entspricht. Mit Abstand führend ist der öffentliche Dienst mit 1.329 Euro pro Monat nach einem Lohnsprung von 7,7 Prozent, dem stärksten Zuwachs aller Branchen.

Auch in Industrie und Handel gab es deutliche Steigerungen: Hier stiegen die Ausbildungsvergütungen um 7,2 Prozent auf nun 1.266 Euro monatlich. Azubis in der Hauswirtschaft erhalten mit 1.295 Euro sogar etwas mehr, während angehende Handwerker mit 1.093 Euro deutlich weniger verdienen.

Die größten Gehaltssprünge gab es in fünf Schlüsselsektoren: IT/Softwareentwicklung, Elektrotechnik, Maschinenbau, Finanzen/Versicherungen sowie Automobiltechnik. Seit 2021 sind die Einstiegsgehälter in diesen Bereichen um 18 bis 25 Prozent gestiegen – angetrieben durch Fachkräftemangel und Tarifabschlüsse. So verdienen IT-Azubis im ersten Lehrjahr mittlerweile 1.310 Euro (2021: 1.050 Euro), in der Elektrotechnik stieg das Gehalt von 950 auf 1.170 Euro. Deutlich moderater fielen die Erhöhungen im Einzelhandel und in der Gastronomie aus, wo die Löhne nur um 10 bis 14 Prozent stiegen.

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Trotz des allgemeinen Aufwärtstrends liegen 15 Ausbildungsberufe weiterhin unter der 1.000-Euro-Marke. Spitzenreiter unter den Bundesländern bleibt Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichen Azubigehalt von 1.257 Euro.

Die aktuellen Gehaltsdaten zeigen eine wachsende Kluft zwischen gefragten Branchen und schlechter bezahlten Ausbildungsberufen. Während Azubis in IT, Technik und im öffentlichen Dienst von kräftigen Lohnsteigerungen profitieren, bleiben andere Bereiche bei Vergütungen unter 1.000 Euro zurück. Der Trend spiegelt die anhaltende Arbeitsmarktenge und die Auswirkungen von Tarifverhandlungen auf die Ausbildungsvergütungen wider.