15 January 2026, 01:34

Apothekensterben in Nordrhein: 43 Standorte drohen bis 2025 zu schließen – Versorgungslücken befürchtet

Ein blauer Hintergrund mit weißer Schrift und einem Logo, das '19 Millionen Amerikaner werden geschätzt $400 pro Jahr an Arzneikosten sparen' lautet.

Apothekensterben in Nordrhein: 43 Standorte drohen bis 2025 zu schließen – Versorgungslücken befürchtet

Apothekensterben in Nordrhein: Bis 2025 schließen 43 Standorte – Kammern warnen vor Versorgungsengpässen

Die Zahl der Apotheken in Nordrhein ist drastisch gesunken: Bis Ende 2025 werden voraussichtlich 43 Standorte weniger existieren. Dieser Rückgang spiegelt einen bundesweiten Trend wider, bei dem im gleichen Zeitraum 2,8 Prozent aller Apotheken dichtmachten. Die Apothekerkammer Nordrhein fordert die Politik nun auf, gegenzusteuern, bevor die lokale Arzneimittelversorgung weiter leidet.

Deutschlandweit sank die Gesamtzahl der Apotheken bis Anfang 2026 auf 16.601. Allein in Nordrhein betrug der Rückgang 2,2 Prozent – nur noch 1.897 Apotheken blieben übrig. Zwar eröffneten 2025 fünf neue Filialen, doch der Nettoverlust belastet die verbleibenden Betriebe: Sie müssen größere Gebiete abdecken, ohne zusätzliche Unterstützung zu erhalten.

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Besonders betroffen sind ländliche Regionen und Stadtteile. Patienten haben zunehmend Schwierigkeiten, ihre Rezepte einzulösen, während die Anfahrtszeiten für Not- und Nachtdienste steigen. Das verschärft die Situation für Menschen, die auf schnelle Medikamentenversorgung angewiesen sind. Gleichzeitig kämpfen Apothekeninhaber mit wachsender Arbeitsbelastung – doch ihre Vergütung ist seit Jahrzehnten kaum gestiegen. Ein Entwurf zur Apothekenreform, den das Kabinett am 17. Dezember vorlegte, sieht keine Erhöhung der Gebühren vor. Die Kammer warnt: Ohne eine klare Anpassung der Finanzierung kann das System den Bedarf nicht mehr decken. Politische Rückendeckung und bessere Arbeitsbedingungen könnten den Sektor stabilisieren – doch die Zeit drängt.

Im Mittelpunkt der Forderungen steht eine Aktualisierung der Apothekengebühren, um die gestiegenen Kosten auszugleichen. Bleiben Änderungen aus, drohen weitere Schließungen und Lücken in der lokalen Gesundheitsversorgung. Die Zukunft vieler Apotheken hängt nun davon ab, ob die Politik die finanzielle Notlage entschlossen angeht.