Amos Oz' Erbe lebt in Bergisch Gladbach mit "Zwischen Freunden" weiter
Patrik WesackAmos Oz' Erbe lebt in Bergisch Gladbach mit "Zwischen Freunden" weiter
Ein literarischer Abend in Bergisch Gladbach ehrt das Erbe des israelischen Schriftstellers Amos Oz am 1. Mai
Veranstaltet vom Katholischen Bildungswerk und dem Verein Ganey Tikva, steht der Abend im Zeichen von Lesungen aus Oz’ Werk „Zwischen Freunden“. Die Veranstaltung findet im Vorfeld des israelischen Unabhängigkeitstags am 14. Mai – der an die Staatsgründung 1948 erinnert – statt.
Beginn ist um 19:00 Uhr im Rathaus Bergisch Gladbach. Heinz D. Haun wird Auszüge aus Oz’ Schriften vortragen, darunter die Passage „Esperanto“. Der Eintritt ist frei, die Besucher sind jedoch aufgefordert, eine Spende für die Partnerstadtvereinigung zu geben.
Amos Oz’ „Zwischen Freunden“ taucht tief in die Widersprüche des Kibbuz-Lebens ein. Diese kollektiven Siedlungen, noch vor der Gründung Israels entstanden, sollten eine klassenlose Gesellschaft ohne Privateigentum oder Geld verwirklichen. Entscheidungen wurden gemeinsam getroffen, Ressourcen unter allen Mitgliedern geteilt.
Die Kibbuz-Bewegung verkörperte eine Vision von Solidarität und Gleichheit. Oz’ Prosa fängt sowohl die Ideale als auch die Konflikte dieses einzigartigen Lebensentwurfs ein.
Der Abend lädt dazu ein, über die Geschichte der Kibbuzim und ihre prägende Rolle für die israelische Gesellschaft nachzudenken. Hauns Lesung wird Oz’ Beobachtungen lebendig werden lassen und Einblicke in ein prägendes Kapitel der israelischen Vergangenheit geben. Die Spenden kommen kulturellen Austauschprojekten zwischen Bergisch Gladbach und seiner Partnerstadt zugute.






