Altenberger Domstraße in Bergisch Gladbach: Kritik an chaotischer Umgestaltung und Sicherheitsrisiken
Patrik WesackAltenberger Domstraße in Bergisch Gladbach: Kritik an chaotischer Umgestaltung und Sicherheitsrisiken
Umgestaltung der Altenberger Domstraße in Bergisch Gladbach stößt auf Kritik
Die Neugestaltung der Altenberger Domstraße in Bergisch Gladbach hat bei lokalen Politikern und Anwohnern für Unmut gesorgt. Der CDU-Stadtrat Harald Henkel, der den Stadtteil Schildgen vertritt, wirft der Stadtverwaltung vor, bei der Verkehrsplanung die Belange der Bürger zu ignorieren. Das Projekt, das am 19. Januar 2026 begann, hat bereits zu Sicherheitsproblemen für Schulkinder und Frust bei Händlern geführt.
Die CDU-Fraktion hatte sich für einen ausgewogeneren Ansatz eingesetzt, der die Bedürfnisse von Anwohnern und lokalen Unternehmen stärker berücksichtigt. Ihre Forderungen wurden jedoch von der Mehrheit abgelehnt, da SPD und Grüne die aktuellen Pläne unterstützen. Henkel, der auch stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion ist, warnte, dass das Fehlen einer frühzeitigen Abstimmung nun die Glaubwürdigkeit des gesamten Vorhabens gefährde.
Seit Baubeginn haben sich gravierende Mängel gezeigt. Ein wichtiger Fußweg, der von Schülern der Concordiaschule genutzt wird, wurde plötzlich gesperrt, sodass die Kinder nun längere und gefährlichere Wege in Kauf nehmen müssen. Zwar hatte die Stadt Informationsflyer an die Schule geschickt, gab jedoch zu, die Auswirkungen der Sperrung nicht ausreichend mit den Betroffenen abgestimmt zu haben. Nun verspricht die Verwaltung engere Gespräche mit der Schulleitung und prüft gemeinsam mit Mobilitätsexperten alternative Lösungen. Die CDU betont wiederholt, dass die Verwaltung die Verantwortung übernehmen und diese Versäumnisse beheben müsse. Ohne schnelles Handeln, so ihre Argumentation, drohe das Projekt, die am stärksten Betroffenen weiter zu verprellen.
Die Stadtverwaltung hat den Bedarf an besserer Kommunikation eingeräumt und sich verpflichtet, mit der Schule an sicheren Alternativrouten zu arbeiten. Künftige Anpassungen hängen von den laufenden Gesprächen mit Mobilitätsplanern und der Schulleitung ab. Bis dahin bleiben Eltern und Händler besorgt über die unmittelbaren Auswirkungen des Projekts auf ihren Alltag.
