Algacore: Wie Grünalgen die Textilindustrie revolutionieren könnten
Nelly GirschnerAlgacore: Wie Grünalgen die Textilindustrie revolutionieren könnten
Die Textilindustrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Während die Nachfrage nach Naturfasern steigt, nimmt die Kritik an synthetischen Materialien zu. Ein neues Projekt namens Algacore will diese Herausforderungen angehen, indem es eine nachhaltige Alternative zu Baumwolle und Kunstfasern auf Basis von Grünalgen entwickelt.
Das Algacore-Team unter der Leitung von Leon Blanckart arbeitet daran, aus Süßwasseralgen eine neuartige Faserquelle zu erschließen. Das Vorhaben knüpft an das Vorgängerprojekt AlgaTex an, das bereits fadenförmige Grünalgen als mögliche Faser der Zukunft untersuchte. Für die Umsetzung hat das Projekt nun rund 968.000 Euro aus dem EXIST-Forschungstransfer-Programm erhalten, das technologiebasierte Hochschul-Ausgründungen für 18 Monate fördert.
Unterstützt wird das Team von Professorin Ellen Bendt, Professor Dr. Groten und dem HNX Startup Team. Ihr Ziel ist es zu beweisen, dass sich aus nachwachsenden Rohstoffen sowohl ökologisch verträgliche als auch industriell nutzbare Materialien herstellen lassen. In den kommenden Monaten wollen sie die Grundlagen für ein Start-up legen, um die Innovation auf den Markt zu bringen.
Der konventionelle Baumwollanbau verbraucht große Mengen Wasser, Ackerland und Pestizide, während synthetische Fasern auf endliche Ressourcen zurückgreifen und oft Mikroplastik freisetzen. Algacores Ansatz könnte diese Umweltbelastungen verringern, indem er eine grünere Alternative bietet.
Langfristig soll das Projekt die Textilproduktion revolutionieren, indem es algenbasierte Fasern etabliert. Gelingt dies, könnte es der Branche eine nachhaltigere Grundlage verschaffen. Die Förderung durch das EXIST-Programm wird helfen, aus der Forschung eine marktfähige Lösung zu machen.






