08 February 2026, 10:22

AfD-Demo in Münster-Coerde zieht nur 60 Teilnehmer an – Gegenprotest übertrifft sie siebenfach

Ein Plakat, das eine Gruppe von Menschen zeigt, einige bewaffnet, die zwischen Rauch und Gebäuden stehen, mit der Aufschrift "New York - Der Kampf zwischen Randalierern und Miliz".

AfD-Demo in Münster-Coerde zieht nur 60 Teilnehmer an – Gegenprotest übertrifft sie siebenfach

Rechtsextreme AfD-Kundgebung in Münster-Coerde zieht rund 60 Teilnehmer an – Gegenprotest mit 450 Menschen

Bei einer Kundgebung der rechtspopulistischen AfD in Münster-Coerde versammelten sich am Samstag etwa 60 Menschen. Gleichzeitig zog eine deutlich größere Gegenveranstaltung rund 450 Teilnehmer an. Die Polizei sorgte während der gesamten Aktion dafür, dass beide Gruppen räumlich getrennt blieben.

Die AfD-Demonstration stand unter dem Motto "Kinderschutz statt Gender-Gaga" und wurde von Parteimitgliedern sowie dem Landespressesprecher begleitet. Unter den Teilnehmern war auch Linus, ein 22-jähriger Erzieher aus der Nähe Münsters, der seine Sorgen über die Wirtschaftspolitik und Migrationsfragen äußerte. Er forderte Veränderungen in Deutschland und verwies dabei auf Themen wie die Ukraine-Hilfen und die Situation in der Altenpflege.

Der lokale Widerstand gegen die AfD wird zunehmend sichtbarer. Initiativen wie "Keinen Zentimeter den Nazis" und "Münster ist bunt" hatten die Gegenproteste organisiert, unterstützt von etablierten Parteien wie CDU, SPD, Grünen, FDP, Volt und der Linken. Eve Lyn Gardias, eine Anwohnerin und Mitglied von "Münster ist bunt", beteiligte sich an der Demonstration und kritisierte öffentlich die Politik der AfD.

Die Polizei hielt die beiden Lager konsequent voneinander getrennt und verhinderte so direkte Auseinandersetzungen. Beobachter aus lokalen Bündnissen bewerteten die Mobilisierungsfähigkeit der AfD als schwach und wiesen auf deren nachlassenden Einfluss in Münster im Vergleich zu früheren Jahren hin. Weitere Gegenproteste sind bereits für den 7. Februar 2026 geplant – ein Zeichen für den anhaltenden Widerstand gegen die Partei in der Region.

Die Veranstaltung zeigte eine klare Spaltung in Münster-Coerde: Während die AfD nur begrenzte Unterstützung fand, überstieg die Zahl der Gegenprotest-Teilnehmer diese deutlich. Durch das polizeiliche Eingreifen verliefen die Kundgebungen ohne Zwischenfälle. Die geplanten weiteren Proteste deuten auf anhaltende lokale Ablehnung der AfD-Aktivitäten hin.

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