22 January 2026, 10:14

Abschied gegen den Willen: Warum Eltern und Kollegen um ihren Schulleiter kämpfen

Ein Plakat mit einem hellgelben Hintergrund zeigt eine Gruppe verschiedener Menschen, die im Kreis stehen, mit der Aufschrift "Die Zukunft der Familie erfordert eine Bildung, die Kinderarbeit nicht geben kann."

Abschied gegen den Willen: Warum Eltern und Kollegen um ihren Schulleiter kämpfen

Matthias Landsberg, der 66-jährige Schulleiter der Schiller-Grundschule in Unna-Massen, muss nach Jahrzehnten im Bildungsbereich in den Ruhestand gehen. Die Bezirksregierung besteht darauf, dass die Entscheidung rechtlichen Vorgaben folge – trotz seines Antrags auf Verlängerung seiner Dienstzeit. Eltern und Kollegen wehren sich nun gegen den Beschluss und fürchten negative Auswirkungen auf die Schüler, sollte er mitten im Schuljahr ausscheiden.

Landsberg arbeitet seit über 40 Jahren im Schulwesen, davon 23 Jahre als Schulleiter. Bekannt für sein Engagement, hat er in seiner gesamten Laufbahn nur zehn Krankheitstage genommen. Obwohl er das reguläre Renteneintrittsalter erreicht hat, beantragte er eine Verlängerung seiner Tätigkeit – doch die Behörden lehnten ab.

Der Schulelternrat der Schiller-Grundschule setzt sich vehement für seinen Verbleib ein. Sie starteten eine Petition mit rund 1.000 Unterschriften und organisierten eine Protestaktion vor der Schule. Ihre größte Sorge gilt den Folgen eines Wechsels, besonders angesichts des anhaltenden Lehrkräftemangels in Nordrhein-Westfalen. Falls Landsberg gehen muss, könnte er als Sport- und Schwimmlehrer an einer anderen Schule eingesetzt werden. Er selbst betont jedoch, lieber in irgendeiner Funktion an der Schiller-Schule zu bleiben, um sein Wissen und seine Erfahrung in Unna einzubringen. Gleichzeitig wird eine separate Petition an den Landtag geprüft, doch eine Entscheidung steht noch aus.

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Die Bezirksregierung bleibt unnachgiebig und verweist auf die gesetzliche Verpflichtung zum Ruhestand. Landsbergs Abgang würde eine Lücke an der Schiller-Grundschule hinterlassen, wo seine lange Amtszeit für Stabilität gesorgt hat. Bis auf Weiteres laufen Petitionen und Proteste weiter – doch das letzte Wort haben die Behörden.