27 Mängel an Lkw: Essener Fahrer riskierte tödliches Verkehrschaos
Ein 22-jähriger Lkw-Fahrer aus Essen muss mit schweren Konsequenzen rechnen, nachdem die Polizei bei seinem Fahrzeug zahlreiche schwere Mängel feststellte. Der Lastwagen wurde aus Sicherheitsgründen sofort auf der Gladbecker Straße stillgelegt. Die Behörden haben inzwischen Ermittlungen eingeleitet.
Die Verkehrsabteilung der Essener Polizei hielt den Lkw an, nachdem Beamte sichtbare Schäden bemerkt hatten. Bei der Kontrolle stellten die Prüfer eine verrostete Heckklappe, eine korrodierte Schraube der Anhängerkupplung sowie eine stark beschädigte Vorderachse fest. Wäre die Achse gebrochen, hätte der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verloren – mit potenziell verheerenden Folgen.
Zudem fehlte dem Lkw der vorgeschriebene Dieselpartikelfilter, während die Abgasanlage nur mit Draht befestigt war. Der Motor verlor Öl, und die Fahrerkabine verfügte über vier Sitze statt der erlaubten zwei. Eine anschließende Untersuchung in einer DEKRA-Prüfstelle förderte insgesamt 27 Mängel zutage – davon 23 schwerwiegende und zwei als gefährlich eingestufte Defekte.
Als eingetragener Halter muss der Fahrer die Prüfkosten tragen und sieht sich nun mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige konfrontiert. Das Führen eines nicht verkehrssicheren Lkw ohne gültige Hauptuntersuchung kann mit einem Bußgeld sowie einem Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg geahndet werden.
Der Lastwagen bleibt bis zur Behebung aller Mängel außer Betrieb. Erst nach einer vollständigen Nachprüfung darf das Fahrzeug wieder auf die Straße. In Nordrhein-Westfalen gab es in den vergangenen zwei Jahren keinen vergleichbaren Fall mit derart gravierenden Lkw-Mängeln.
